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Umfrage in St. Peter-Ording : Nichts zu meckern im Urlaubsparadies

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eine kleine Umfrage unter Gästen in St. Peter-Ording ergibt große Zufriedenheit mit Angebot, Land und Leuten. Einzelne Urlauber haben allerdings auch Verbesserungsvorschläge.

„Wir genießen jeden Tag, so wie er ist. Regen und Sturm verderben uns nie die gute Laune“, sagt Heiko Fette aus Osterode am Harz. Der Polizeibeamte ist gerade dabei, mit seinen Söhnen Felix (12) und Max (8) am weiten Strand von St. Peter-Ording eine Burg zu bauen. „Das wird vielleicht eine Hommage an den Brocken“, sagt er schmunzelnd. Wenige Meter daneben hat es sich Ehefrau Yvonne auf einer Decke gemütlich gemacht. Sie schmökert in einem Buch.

An diesem Tag hat die Familie auch mit dem Wetter Glück. Sie haben einen der wenigen schönen Tage der vergangenen zwei Wochen erwischt, denn so lange sind die bekennenden St. Peter-Ording-Fans schon da. Langeweile habe es nicht gegeben. Das sei ihnen ohnehin fremd. Trotz Schietwetter seien sie regelmäßig am Strand oder auf der Promenade gewesen. Und auch wenn sie Eiderstedt, überhaupt Nordfriesland, relativ gut kennen würden – schließlich machten sie seit über 20 Jahren im Ort Urlaub – gebe es immer etwas zu entdecken. Das Multimar Wattforum in Tönning sei beispielsweise jederzeit ein guter Anlaufpunkt, aber auch Radtouren, Wattwanderungen, Fahrten in die Städte Husum und Bredstedt oder Abstecher nach Sylt, liebten sie. St. Peter-Ording sei so etwas wie eine zweite Heimat für sie geworden. Für die Gäste vor Ort werde durch die Mitarbeiter der Tourismuszentrale viel getan. Doch: „Die Gemeinde könnte mehr für die Sicherheit der Radfahrer und Fußgänger tun“, sagt der Familienvater, aus dem da auch der Polizist spricht. Zu Spitzenzeiten sei der Radfahrer- und Fußgängerstrom gerade im Bad gewaltig, und da komme es schon mal zu gefährlichen Situationen. Es habe sich in den vergangenen Jahren einiges verändert. Anfangs war es beschaulicher und ruhiger. „Ich habe ein wenig den Eindruck, dass es kommerzieller wird und der Ort ein bisschen versyltet“, so der Urlauber. Doch wiederkommen werde er immer.

Friedrich Schubert (69) aus Bielefeld lässt es sich in einem der Cafés im Ort gut gehen. Der Zweitwohnungsbesitzer ist oft da. Schlechtes Wetter gebe es für ihn nicht. Da hieße es „warm und regendicht anziehen und raus an den Strand“. Sich so richtig durchpusten lassen wie in den vergangenen Tagen habe doch auch was. „Ich habe nichts zu meckern. St. Peter bietet für alle Generationen viel und ist familienfreundlich. Das gilt auch für die Preise in der Gastronomie.“

„St. Peter hat Charme“, sagt Hannelore Friedrichsen aus Hamburg. Sie liebe ganz besonders St. Peter-Dorf mit der Kirche und im Sommer die Dorffeste. Sie verbringt ihren Urlaub im Hotel in Strandnähe. An den schlechteren Tage habe sie viel gelesen und einiges in der Gemeindebücherei gefunden. „Ich finde, wer hier Urlaub macht, ist gut dran“, sagt sie.

Die Pensionäre Ingrid (68) und Klaus Schubert (71) aus Porta Westfalica sind schon vier Wochen auf Eiderstedt. Tönning haben sie sich als Urlaubsort ausgesucht. „Wir kennen St. Peter-Ording schon über 20 Jahre und wollten mal etwas anderes ausprobieren.“ Bei diesem schönen Sommerwetter hätten sie sich einen Strandtag zum Relaxen verdient. Diesmal hätten sie es geschafft, Ausflüge zu allen 18 Eiderstedter Kirchen zu machen. „Was für Schätze und tolle Orte“, schwärmen sie. Nach ihrer Meinung seien die Urlaubsorte auf der Halbinsel gut aufgestellt. Tönning habe sehr viele schöne alte Häuser. Es ginge dort ein wenig beschaulicher zu als im geschäftigen Nordsee-Bad. Aufgefallen sei ihnen in Tönning, dass an manchen Stellen Nutzer von Rollatoren Schwierigkeiten hätten, gefahrlos die Straßenseite zu wechseln.

Für das junge Paar Andrea (21) und Leif Erichsen (22) aus Heide ist St. Peter-Ording so etwas wie ein Kultort geworden. „Wir lieben es, unser kleines Zelt nahe am Wasser aufzuschlagen, zwischendurch zu schwimmen und den Alltagsstress durch Sonnenbaden abzuschütteln.“ Aber auch wenn das Wetter schlecht sei, irgendwas ginge immer, wie beispielsweise ein Besuch im kleinen Kino. Was im Ort fehle, sei eine Kneipe mit Live-Musik. Man könne zwar nach Garding ausweichen, doch mit so einem Lokal vor Ort würde so mancher länger verweilen.

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