Nicht in die Falle rauschen

Im Gespräch: Hans-Jürgen Vollrath-Naumann, Margit Haupt-Koopmann, Heinrich Ritscher und Rolf Hansen (von links).
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Im Gespräch: Hans-Jürgen Vollrath-Naumann, Margit Haupt-Koopmann, Heinrich Ritscher und Rolf Hansen (von links).

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21. September 2013, 00:31 Uhr

Mehr als 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung kamen zur zehnten Auflage des „Herbstgesprächs“ im Schloss vor Husum. Begrüßt wurden sie durch die Initiatoren Hans-Jürgen Vollrath-Naumann, Einrichtungsleiter des Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerks, Heinrich Ritscher, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Unterelbe-Westküste, und Rolf Hansen, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Nordfriesland-Süd.

„Wir dürfen heute mit Margit Haupt-Koopmann eine hochkarätige Referentin begrüßen, ist sie doch die Geschäftsführungs-Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit – Regionaldirektion Nord“, führte Vollrath-Naumann die Gast-Rednerin ein. Koopmann leitet die einzige Regionaldirektion bundesweit, die sich mit Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern über drei Länder erstreckt und fast 11 000 Mitarbeiter hat.

In ihrem Vortrag mit dem Titel „Junge Menschen in Schleswig-Holstein – jeder wird gebraucht“ ging sie auf den Fachkräftemangel im Norden ein. Mit Blick auf die aktuelle Arbeitsmarktsituation, erklärte sie, die Zeiten der Massenarbeitslosigkeit seien vorbei. „Wir müssen jedoch intelligente Strategien entwickeln, um nicht in die Demografie-Falle zu rauschen“, warnte sie. Anhand von Diagrammen machte sie deutlich, wie gravierend sich der demografische Wandel in den kommenden Jahren und Jahrzehnten bemerkbar machen wird, wenn jetzt nicht gegengesteuert wird. So werde die Zahl der sogenannten Erwerbspersonen landesweit bis zum Jahr 2025 um 100 000 zurückgehen, bis 2060 gar um 600 000. „Ich möchte aufzeigen, dass es fünf vor zwölf ist“, betonte Margit Haupt-Koopmann.

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