Husum : Nicht alle Löcher kann man flicken

Kraterlandschaft: Den Marienhofweg hat es besonders schlimm erwischt - hier hilft nur noch die Totalsanierung. Foto: Müllerchen
Kraterlandschaft: Den Marienhofweg hat es besonders schlimm erwischt - hier hilft nur noch die Totalsanierung. Foto: Müllerchen

Der Frost hat an vielen Stellen die Fahrbahn aufgerissen - und die Stadt bemüht sich um provisorische Reparaturen

Avatar_shz von
23. Februar 2013, 09:05 Uhr

Husum | Der Winter hinterlässt auch dieses Jahr seine Spuren auf den Straßen - die aufgebrochenen und gerissenen Teerdecken im Stadtgebiet sind unübersehbar. So manche Strecke gleicht einer Buckelpiste. Davon kann unter anderem Mario Carstensen aus Viöl ein Lied singen: Er fahre jeden Tag in die Kreisstadt hinein, an manchen Tagen sogar mehrmals, aber die Straßenverhältnisse seien "in manchen Bereichen eine Zumutung". Als Touristenzentrum müsse Husum größeres Augenmerk auf ordentliche Fahrbahnen legen. "Hier sollte die Verwaltung mehr Geld in die Hand nehmen." Auch Harald Lorenzen aus Husum schimpft über die maroden Straßen seiner Heimatstadt: "So wie es vor Jahren ein Schulbau- und Sanierungsprogramm gab, so sollte die Stadt ein Straßen-Sanierungsprogramm in Angriff nehmen." Und damit müsse seiner Meinung nach sofort im Marienhofweg begonnen werden.

Allerdings hat die Stadt längst reagiert - zum Teil sogar mit drastischen Maßnahmen. So ist unter anderem der Marienhofweg zur Tempo-30-Zone erklärt worden (wir berichteten). "In erster Linie geht es uns darum, hier die Verkehrssicherheit zu gewährleisten", sagt Klaus Lorenzen vom Bauamt. Doch auch Ausbesserungsarbeiten seien trotz frostiger Temperaturen in den vergangenen Tagen schon durchgeführt worden: "Wir haben uns einen Überblick über die Schäden verschafft und uns dann die schlimmsten Stellen vorgenommen", so Lorenzen weiter. Die größten Löcher seien mit Reparatur-Asphalt gestopft worden. Palettenweise wurden dafür Zehn-Liter-Eimer mit Kaltasphalt gekauft. Damit seien die Schäden zwar nur kurzzeitig einigermaßen behoben, doch bis zur frostfreien Zeit würden die Flicken halten. "Wenn die Mischwerke wieder ihren Betrieb aufgenommen haben und das Wetter wärmer und beständiger ist, werden auch die richtigen Asphaltierungs-Arbeiten durchgeführt," kündigt Lorenzen an. Dann würden die schlimmsten Stellen zuerst an der Reihe sein und alle anderen nach und nach abgearbeitet. "Wir haben eine Prioritätenliste aufgestellt, aber die müssen wir jedes Jahr aufgrund der neu entstandenen Schäden korrigieren." Fest steht, dass das Osterende noch in diesem Jahr eine neue Decke bekommt. Die Arbeiten seien bereits ausgeschrieben, so dass schon Ende April damit begonnen werden kann. Ein Sorgenkind bleibe aber zunächst der Marienhofweg. "Der ist schlimm dran und da muss wirklich grundsätzlich etwas getan werden." Angedacht sei, die Straße im kommenden Jahr komplett zu erneuern. "Doch da müssen wir erst einmal warten, wie die aktualisierte Prioritätenliste aussieht."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen