Garding : Neunmal Ja für Kita-Ausbau

Zehn Krippenplätze und 20 Kindergartenplätze werden in Garding geschaffen.
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Zehn Krippenplätze und 20 Kindergartenplätze werden in Garding geschaffen.

Die Erweiterung des evangelischen Kindergartens in Garding ist beschlossen, nur der Förderbescheid fehlt noch.

shz.de von
10. Mai 2018, 07:00 Uhr

Beim Thema Ausbau des Evangelischen Kindergartens St. Christian in Garding waren sich die neun Kooperationspartner der Einrichtung einig: Der Ausbau muss sein. Neben den Stadtvertretern aus Garding mit Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt an der Spitze fanden sich auch die Gemeindevertreter aus den Gemeinden Kirchspiel Garding, Katharinenheerd, Osterhever, Poppenbüll, Welt, Tetenbüll, Vollerwiek und Westerhever in der Dreilandenhalle ein. Einziger Tagesordnungspunkt war der beabsichtigte Ausbau der evangelischen Kindertagesstätte. Doch bevor sich die Gemeindevertreter das Projekt von Ellen Jappsen vom Architektenbüro Jappsen Todt Bahnsen in Husum vorstellen ließen, meldete sich die Schulleiterin der Theodor-Mommsen-Schule, Doris Birkenbach, zu Wort. Die Grundschule schließe direkt an den Kindergarten an und werde durch die Bauarbeiten beeinträchtigt werden, gab Birkenbach zu verstehen. Weiter wies sie auf die angespannte Parkplatzsituation hin. „Der Kindergarten wird größer, wird es damit auch mehr Parkmöglichkeiten geben?“ Christian Kohnke, Geschäftsführer des evangelischen Kindertagesstättenwerkes Nordfriesland tat sich mit der Antwort allerdings schwer: „Ich würde mir wünschen, dass wir hinsichtlich der Parkplätze eine vernünftige Lösung finden können.“ Kritisch zeigte er sich gegenüber der Forderung nach beitragsfreien Kindergartenplätzen. „Ich weiß nicht, ob wir das finanziell hinbekommen.“ Fest stehe jedoch, dass in Garding mehr Krippen- und Kindergartenplätze erforderlich seien. Bis heute sei noch kein Förderbescheid eingegangen. Man rechne fest mit einer Förderung, wisse aber nicht in welcher Höher diese ausfalle.

Durch den Anbau werden zehn Krippenplätze und 20 Kindergartenplätze hinzu gewonnen, die Fläche des Kindergartens fast verdoppelt werden, erläuterte Ellen Jappsen. Mit dem umfangreichen Anbau werde unter anderem ein neuer Essbereich mit Küche geschaffen. Zudem werde ein Krippenraum auch als Altersgemischtengruppe nutzbar sein. In Planung seien unter anderem drei Nebengruppenräume, Therapieräume sowie ein Förderraum und Mitarbeiter- und Besprechungsraum. Auch auf die zu erwartenden Kosten ging die Architektin aus Husum ein. „Die Rohbauarbeiten sind in den vergangenen Jahren explosionsartig gestiegen.“ Daher habe man eine zweite Ausschreibung vornehmen müssen, womit immerhin gut 95 000 Euro eingespart werden konnten. „Derzeit stehen wir bei einem Kostenvolumen von etwa 2 261 000 Euro ohne Fördergelder.“ Doch Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt stellte klar, dass es zu diesem Anbau keine Alternative gäbe. „Wir verbessern damit die Arbeits- und Aufenthaltsqualität der Mitarbeiter und Kinder deutlich.“ Nach intensiven Beratungen in den einzelnen Gremien zeigte sich eine überzeugende Einigkeit zu diesem Bauprojekt. „Wir gehen davon aus, dass im Frühjahr 2019 der Neubau übergeben werden kann“,so die Architektin Ellen Jappsen.





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