Neuester Hit in Nordfriesland: Spiel mit virtueller Munition

Tasja Zahlmann aus Kaltenkirchen hat schon Übung beim Umgang mit dem Gerät.
Tasja Zahlmann aus Kaltenkirchen hat schon Übung beim Umgang mit dem Gerät.

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16. November 2013, 19:00 Uhr

Timm Dührsen hat etwas Neues nach Nordfriesland gebracht: Lasertag. Das ist allerdings kein Tag, an dem ein Laser im Vordergrund steht, sondern ein Spiel in einer Schwarzlicht-Arena. Ausgesprochen wird es Leserteck.

Auf 1200 Quadratmeter Fläche treffen sich dabei Menschen so ziemlich jeden Alters, setzen sich Helme mit Sensorleisten auf, bewaffnen sich mit sogenannten Tagern (Teckern) und versuchen mit der virtuellen Munition aus ihrer Waffe, den Laserstrahlen, die Gegner zu deaktivieren. Sie alle haben es außerdem auf möglichst viele virtuelle Fahnen abgesehen, die sich im „Haus“ der Gegner befinden. Mittels Chip – als Band am Arm – müssen sie eine Box aktivieren und bekommen auf diesem Wege die Fahnen auf ihrem Punktekonto gutgeschrieben. „Ich resete jetzt kurz euer Leben und dann kann es losgehen“ – ein Satz, den Timm Dührsen oft an diesem Tag der offenen Tür in seiner neu eröffneten Lasertag-NF-Arena in Bredstedt sagte. Weit über 100 Gratulanten und Besucher erschienen aus Interesse, und um zu gratulieren. Kaum einer wollte sich zudem das Spiel in der Halle entgehen lassen.

Beim Eintritt in die Arena sieht man als erstes, dass man außer Streifen in Neonfarben nichts sieht. Ein wenig später, wenn sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, werden nach und nach Konturen von Wänden deutlich, die im Gesamtbild ein großes Labyrinth ergeben. Taktik, Absprache im Team und freigesetztes Adrenalin – das ist Lasertag, erklärt Timm Dührsen.

Der 25-Jährige arbeitet selbstständig als Subunternehmer im Bereich Solaranlagen. Er baut sie auf und übernimmt die Reinigung der Module. In seiner Freizeit spielte er gerne Paintball in einer Halle im Gewerbepark Nordfriesland (ehemals BGS-Gelände). Dessen Besitzer suchte einen neuen Pächter, und so kamen die beiden Männer ins Gespräch. Dührsen griff die Idee von Lasertag auf. Er rüstete das Spielfeld um, nachdem er sich über die neue Spielform kundig gemacht hatte – unter anderem in Kaltenkirchen, wo Björn Petersen Lasertag anbietet. Gemeinsam mit seiner Freundin Tasja Zahlmann war der dann auch zum Tag der offenen Tür nach Bredstedt gekommen, um sich die Umsetzung anzuschauen. „Das hier ist die größte Indoor-Lasertag-Anlage in ganz Deutschland“, meint Björn Petersen.

Im Gegensatz zu Paintball gebe es beim Lasertag keine Schmerzen und keine Schutzkleidung. Deshalb dürfen auch schon Kinder ab zehn Jahren in die Arena kommen. „Lasertag ist absolut ungefährlich, es sei denn, man läuft gegen eine Wand“, meinte Timm Dührsen mit einem Schmunzeln. Zeit, Munition und Anzahl der Fahnen werden individuell auf die Spieler eingestellt.

Ab 2014 finden dienstags und freitags ab 16 Uhr offene Abende statt, bei dem jeder vorbeischauen kann. Was in diesem Jahr noch in der virtuellen Welt des Timm Dührsen stattfindet und wie man das Spiel bucht, ist auf der Homepage www.lasertag-nf.de ersichtlich oder er erzählt es persönlich unter Telefon 0152-01630284.

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