Enthüllung in Oldenswort : Neues Schmuckstück für Hoyerswort

Alfred Jordy, Rainer Klose, Dr. Bettina Gnekow und Uwe Graage (v. l.) enthüllen die Skulptur „Schwimmba“.
Alfred Jordy, Rainer Klose, Dr. Bettina Gnekow und Uwe Graage (v. l.) enthüllen die Skulptur „Schwimmba“.

Im Skulpturenpark am Herrenhaus ist nun eine Plastik des Marner Bildhauers Paul Heinrich Gnekow zu sehen. Seine Werke zieren auch das Behnhaus und das Holstentor in Lübeck.

shz.de von
11. April 2016, 07:00 Uhr

Um einen Blickfang reicher ist der neue Skulpturenpark des Herrenhauses Hoyerswort: Mit einem scheinbar lächelnden Gesichtsausdruck begrüßt gleich am Eingang des Renaissancegartens der Seelöwe „Schwimmba“ die Besucher. Die Bronzeplastik hat die Familie des 2015 in Marne verstorbenen Bildhauers Paul Heinrich Gnekow dem Förderverein des „Oldensworter Schlosses“ überlassen.

Vor der Enthüllung der Plastik dankte der Vorsitzende des Fördervereins Hoyerswort, Rainer Klose, der Familie des Künstlers und dem Besitzer des Anwesens, Alfred Jordy, für die Unterstützung sowie Jürgen Rust und seinen Helfern, die den Betonsockel für die knapp zwei Meter lange Figur errichtet hatten. Klose freute sich darüber, dass insgesamt 15 größere und kleine Skulpturen zur Attraktivität des Parks beitragen, die innerhalb kurzer Zeit aufgestellt wurden. „Weitere werden folgen“, versprach er.

„Ich bin überzeugt, dass die Erinnerung an meinen Vater hier in guten Händen ist“, sagte Dr. Bettina Gnekow, eine Tochter des Kunstschaffenden. Humorvoll merkte sie an, dass „Schwimmba“ von seiner Familie getrennt lebt, denn seine Frau und seine Kinder zieren den Seehundsbrunnen in Wyk auf Föhr. Ebenfalls zu den Gästen des Festaktes zählte der frühere Bürgervorsteher von Marne, Uwe Graage. In seiner Laudatio erinnerte er an seinen Vetter Paul Heinrich Gnekow, der nach dem Krieg schon in jungen Jahren den Steinmetzbetrieb seines Vaters in Marne übernahm und fortführte. Sowohl in seinem Beruf als auch als Bildhauer machte er sich schnell einen Namen, und er erhielt zahlreiche öffentliche Aufträge. Exponate seines Schaffens befinden sich am Meldorfer Hafen, in seiner Heimatstadt, in Westerdeichstrich, in Heide, in Lübeck und in St. Tropez in Frankreich. Gnekow wurde von der Lübecker Handwerkskammer mit dem Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet. Daneben befasste er sich in „leicht schalkhafter Form“ in Geschichten und Gedichten mit philosophischen Fragen, wie dem Spannungsfeld zwischen Freiheit und Ordnung.

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