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Wehrführer-Dienstversammlung : Neues Löschfahrzeug für Bredstedt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Feuerwehr Bredstedt schafft 2018 ein neues Löschfahrzeug an, das allen Wehren im Amt Mittleres Nordfriesland zugute kommen soll.

Bredstedts Bürgermeister Knut Jessen nutzte die Wehrführerdienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Mittleres Nordfriesland im Bredstedter Feuerwehrgerätehaus, um allen Blaujacken für ihr ehrenamtliches Engagement zu danken. Er argumentierte, dass sich mittlerweile alle Kommunen mit der Erweiterung ihrer Feuerwehrgerätehäuser befassen müssen, weil neu anzuschaffende Fahrzeuge größer werden. Investitionen in die Feuerwehr zahlten sich jedoch für die Sicherheit aller Bürger aus. „Bredstedt wird 2018 ein neues HLF 10 anschaffen. Das alte Fahrzeug mit Drehleiter ist 35 Jahre alt und technisch schon wieder veraltet. Es wird natürlich allen Wehren zugute kommen“, versicherte Jessen.

Bei einer kürzlichen Besichtigung habe er sich davon überzeugen können, wie gut inzwischen die Hydraulik geworden ist. Die Leiter agiert praktisch ruckelfrei und ist viel schneller einzusetzen – wichtige Eigenschaften im Einsatz. Da seien die Anschaffungskosten von 630 000 Euro für das neue Gefährt gut angelegt.

Früher oder später muss sich jeder mit dem Thema Tod auseinandersetzen. Feuerwehrleute werden häufig damit konfrontiert, ob bei Einsätzen oder wenn es gilt, von einem bisherigen Wegbegleiter Abschied zu nehmen.

Amtswehrführer Dirk Paulsen hatte den stellvertretenden Vorsitzenden der Feuerwehrkameradschaft Nordfriesland, Dietmar Gawellek eingeladen. Der Experte – er ist von Beruf Bestatter – informierte die Runde über das richtige Verhalten bei Teilnahme der Wehr an einer Trauerfeier.

„Es ist immer sehr schwer, sich von einem Kameraden zu verabschieden, mit dem man lange zusammengearbeitet hat. Die Aufgabe des Wehrführers ist es, der Familie mit Rat und Tat zur Seite zu stehen“, so Gawellek. Wichtig sei es mit den Angehörigen abzuklären, ob die Feuerwehr beteiligt werden, vielleicht sogar eine Totenwache stellen soll oder sonstige Wünsche bestehen. Unbedingt sei der Ablauf mit Seelsorger und Bestatter abzusprechen.

Verschieden werde es gehandhabt, ob Sarg oder Urne nach der Trauerfeier in der Kirche bleiben und wann der Kranz niedergelegt wird. Auch das sei im Vorwege zu klären. Auch mit dem Lied „Ich hatt´ einen Kameraden“ sei sensibel umzugehen. „Fragt unbedingt, ob es gespielt werden soll und wenn ja, zu welchem Zeitpunkt“, sagte Gawellek. Alle beteiligten Kameraden sollten vorher über jedes Detail informiert werden, damit alles reibungslos, vor allem in Ruhe und würdevoll vonstatten gehen kann. Das vorher zu üben und die Akteure in ihre Funktionen einzuweisen sei nicht verkehrt, ebenso wenig wie die Besichtigung des Ortes des Geschehens. Immer zu achten sei darauf, dass niemand den Weg für die Familie zum Grab blockiert.

Auch nicht jeder Aktive sei körperlich oder seelisch in der Lage den Sarg zu tragen. Auch dieser Aspekt müsse beachtet werden. Abschiedsworte sollte nur einer sprechen – falls gewünscht – explizit der Wehrführer. Sollten andere Vereine mit vertreten sein, sollte am besten ein Vertreter für alle Abordnungen sprechen. „Feuerwehrleute werden genau beobachtet, so dass auch das Äußere stimmen muss. Dienstanzug und weiße Handschuhe sind Pflicht. Sie sollten in großer Gruppe, nicht einzeln, den Friedhof betreten und auch verlassen – ebenfalls ruhig“, so Gawellek.

Die grundsätzliche Regel sei: wenn der Sarg abgesenkt wird, kann das Lied vom Kameraden gespielt werden. Danach erfolgt die Kranzniederlegung.




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