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Husumer Nachrichten

24. November 2017 | 18:00 Uhr

Husumer Dockkoog : Neues Hotel bis 2023

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Stadtverwaltung legt dem Umwelt- und Planungsausschuss exakten Zeitplan für die Neugestaltung des Areals zur Entscheidung vor.

von
erstellt am 10.Okt.2017 | 16:30 Uhr

Bis Montag, 15. Juli 2019, ist der Investor gefunden und am Donnerstag, 1. Juni 2023, wird das neue Hotel auf dem Dockkoog eröffnet: So steht es zumindest im Zeitplan der Stadtverwaltung zur touristischen Entwicklung des Dockkoogs, über die die Mitglieder des Umwelt- und Planungsausschusses (Upla) morgen beraten werden. Die exakten Tage, die im Zeitplan genannt sind, dürfe man natürlich nicht so ernst nehmen, erklärt Bauamtsleiter Jörg Schlindwein: Diese haargenaue Terminierung sei schlicht dem Computerprogramm geschuldet, mit dem die Verwaltung den Zeitplan erarbeitet hat. Im Groben aber sei dieser Zeitplan aus Sicht der Stadt durchaus umsetzbar – das heißt, im Sommer 2023 könnte auf dem Dockkoog wirklich ein neues Hotel stehen. Zumindest dann, wenn der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) mitspielt.

Im Sommer dieses Jahres hatte in Husum für Aufregung gesorgt, dass sich die Deichsanierung am Dockkooog bis zum Jahr 2024 verzögern soll. Das hatte LKN-Chef Johannes Oelerich gegenüber unserer Zeitung bestätigt. Robert Habeck, dessen Umweltministerium letztendlich für den Küstenschutz zuständig ist, hatte anschließend signalisiert, hinsichtlich eines früheren Termins gesprächsbereit zu sein – forderte aber, dass die Husumer zuerst eine umfassende Planung vorlegen (wir berichteten). Teil dieser Planung ist nun eben jene Zeitschiene, mit der sich die Ausschussmitglieder auseinander setzen sollen. Danach soll bis zum Sommer 2018 ein Flächennutzungsplan erstellt werden, der festlegt, wo das neue Hotel entstehen soll. Dem folgt die Investorensuche, die Bauleitplanung und der Bau des neuen Hotels.

Bis Ende 2019 soll zudem die Neugestaltung der Dockkoog-Spitze über die Bühne gebracht werden. Außerdem soll an einem Konzept für einen neuen Campingplatz gefeilt werden, der – so die Pläne der Verwaltung – im Frühsommer 2021 für die Gäste bereit steht. An diesen drei Einzelbausteinen wird phasenweise parallel gearbeitet. Was in der Übersicht allerdings nicht auftaucht, ist der Zeitraum, in dem der Deich verstärkt wird. Wann dieser nicht ganz unwesentliche Teil der Neugestaltung in Angriff genommen wird, liegt ja nicht in der Entscheidungsgewalt der Stadt Husum. Deshalb möchte Schlindwein sich zur Frage, in welches Zeitfenster diese Arbeiten passen könnten, auch lieber nicht aus dem Fenster lehnen – er betont aber, dass sie auf jeden Fall mit dem städtischen Zeitplan kompatibel wären, so denn das LKN die nötigen Ressourcen bereitstellt. Aus Sicht der Verwaltung kann mit der Neugestaltung des Campingplatzes und der Dockkoogspitze im übrigen auch unabhängig von der Deichverstärkung begonnen werden.

Der Beschluss dieses Zeitplans und die Aufnahme der Einzelbausteine ins touristische Gesamtkonzept der Stadt hat das Ziel, „den Deichbau so früh wie möglich zu realisieren“, heißt es aus dem Bauamt. Ob die Politik dem zustimmt – und ob das Land dieser Hoffnung folgt –, muss sich allerdings noch zeigen.

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