Breklum : Neues Baugebiet wird geprüft

Die Einmündung zum Dingstedter Weg: Die Gemeinde möchte hier ein Baugebiet ausweisen.
Die Einmündung zum Dingstedter Weg: Die Gemeinde möchte hier ein Baugebiet ausweisen.

Eine neue Verordnung bietet der Gemeinde die Möglichkeit, doch noch vier bis sechs Bauplätze auszuweisen.

shz.de von
24. Januar 2018, 15:00 Uhr

Nach den Vorgaben der Landesplanung ist die bauliche Entwicklung in Breklum bis 2025 bereits ausgeschöpft. Doch eine neue Verordnung eröffnet der Gemeinde nun die Möglichkeit, ein neues Baugebiet am Dingstedter Weg in Riddorf auszuweisen.

Intensiv beraten wurde diese Option in der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses. Vorgestellt wurde dazu ein Plan der vier bis sechs Bauplätze in der Größe zwischen 600 und 700 Quadratmetern ausweist, die über eine Stichstraße mit Wendekreis erschlossen werden. „Für uns wäre dies die Gelegenheit, noch einmal etwas für junge Familien zu machen“, erklärte Bürgermeister Heinrich Bahnsen (CDU). Kritisch beurteilten die Ausschussmitglieder allerdings die Lage des Areals. Denn möglicherweise müsste für die Entwässerung eine zusätzliche Pumpstation gebaut werden. Dies würde die Erschließungskosten und damit auch den Quadratmeterpreis jedoch deutlich in die Höhe treiben. „Die letzten Grundstücke haben wir für rund 60 Euro pro Quadratmeter verkauft. Doch damit kommen wir in diesem Fall vielleicht nicht hin“ mutmaßte Bahnsen. Einstimmig empfohlen wurde der Gemeindevertretung letztlich die Beauftragung einer planerischen Kostenschätzung für das Projekt.

Einhellig abgelehnt wurde dagegen die Bauleitplanung für den Riddendorfer Ortskern, der als Mischgebiet ausgewiesen ist. Da die Beschwerde eines Anwohners in puncto Lärmbelastung bereits vom Amt abgewiesen wurde, sahen auch die Gemeindevertreter hierzu keinen Handlungsbedarf.

In die nächste Wahlperiode verschoben wurde die Gestaltung des Bolzplatzes am Sandsteen in Riddorf. Abgebaut wird dort jetzt auch noch das verbliebene Fußballtor, damit die Gemeinde den Spielplatz aus der TÜV-Überprüfung abmelden kann.

Beschlossen wurde außerdem, dass die Ausgleichsfläche für das Baugebiet „nördlich des Riddorfer Ringes, westlich des Sönnebüller Kirchenweges (B-Plan 28)“ im Herbst bepflanzt werden soll. „Jedes Bauausschuss-Mitglied darf sich einen Strauch aussuchen“, lautete dazu der augenzwinkernde Vorschlag des Ausschuss-Vorsitzenden Claus Lass (WGB).

Einstimmig sprach sich der Ausschuss zudem für die durchgehende Nummerierung der gemeindlichen Straßenlaternen aus. Schäden könnten so besser gemeldet und die Reparaturanfälligkeit genauer überwacht werden, hieß es in der Begründung.

Gutes hatte Claus Lass zu den Baumaßnahmen im Kommunalen Kindergarten (wir berichteten) zu vermelden. „Nach letzten Abstimmungsgesprächen erfolgen jetzt Ausschreibungen für den Anbau, sodass der Baubeginn im März erfolgen könnte“, teilte er mit.

Kritisch wurde die Anfrage für einen Neubau auf dem ehemaligen Grundstück der Netz AG in Breklum durch einen ortsansässigen Tischlereibetrieb beurteilt. „Ein solcher Betrieb kann die Belastung für das als Mischgebiet ausgewiesene Umfeld schnell überschreiten. Schutzmaßnahmen können für den Bauherrn außerdem sehr teuer werden. Deshalb sollte im Vorfeld alles wirklich genau geprüft werden“, gab die Stadtplanerin Ellen Jappsen dem Ausschuss mit auf den Weg.

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