Garding : Neues Baugebiet nimmt Formen an

Es tut sich was an der ehemaligen Heizungsbauer- und Sanitär-Berufsschule.
Es tut sich was an der ehemaligen Heizungsbauer- und Sanitär-Berufsschule.

In Garding wird die ehemalige Landesberufsschule saniert, sie wird Teil eines Wohngebiets. Lange war unklar, was aus dem Gelände werden soll.

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14. Januar 2018, 13:00 Uhr

An und um die ehemalige Landesberufsschule tut sich was. Bauarbeiter sind mit Baggern und anderem Gerät dabei, dass Gelände für ein neues Wohngebiet vorzubereiten. Die Frontseite der Schule wird saniert. Bis hierhin war es ein weiter Weg.

Als 2006 die Landesberufsschule in Garding geschlossen wurde, war lange nicht klar, was mit diesem Gebäude geschehen soll. Dazu wurde die Kritik immer lauter, wonach die Schließung im Angesicht des Facharbeitermangels eine grober Fehler gewesen sein soll. Auch die Begründung der Schließung wurde heftig kritisiert. An der Schule wurden zwischen 1974 und 2006 mehr als 5500 Lehrlinge unterrichtet und die Zwischen- und Gesellenprüfungen abgenommen. Doch durch eine neue Ausbildungsverordnung wurden die Berufsbezeichnungen „Zentralheizungs- und Lüftungsbauer“ und „Gas- und Wasserinstallateure“ gelöscht. Beide Berufe wurden verschmolzen zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Dadurch verliere die Landesberufsschule ab Februar 2006 ihre rechtliche Grundlage, lautete damals die Begründung, die von Schülern aber auch von der Handwerkskammer als haarsträubend empfunden wurden. Auch der Zentralverband Sanitär Heizung Klima, schloss sich der harschen Kritik damals an.

In den folgenden Jahre rankten sich zahlreiche Gerüchte über die Zukunft des langgezogenen Gebäudes an der Bundesstraße. Unzählige Anfragen ließen immer wieder die Hoffnung keimen, dass etwas neues entstehen könnte. Unter anderem war eine Pflegeschule geplant. Sogar ein Fahrradhotel wollte ein Investor errichten. Auch ein Abriss war im Gespräch.

Im Juni 2014, acht Jahre nach der Schließung der Landesberufsschule konnte der damalige Bürgermeister Ranjet Biermann verkünden: „Ein Investor aus Berlin hat das Gebäude gekauft.“ Bei dem neuen Eigentümer handelt es sich um ein Planungsbüro. Inzwischen ist das Objekt in ein Neubaugebiet integriert. Derzeit wird die Südseite, wie von Anfang an beabsichtigt, saniert. Somit bleibt das Gebäude und die Erinnerung an die Landesberufsschule erhalten.

Und auch die Kanalisationsarbeiten für das Wohngebiet haben begonnen. Es umfasst 23 Baugrundstücke mit Größen zwischen 485 und 725 Quadratmetern.








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