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Westerhever : Neues Ausflugsziel in Westerhever

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Am Deichparkplatz soll ein Mehrzweckgebäude entstehen – mit Platz für Imbiss, Verkaufsraum und Fahrradverleih. Die Gemeinde plant mit Kosten von 250.000 Euro

So allmählich erhalten jahrelange Überlegungen erkennbare Konturen. Gemeint ist die Absicht der Gemeinde Westerhever, ein Mehrzweckgebäude am Deichparkplatz zu errichten – auf dem ehemaligen Platz des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN), den die Gemeinde vor etlichen Jahren erworben hat. Schon vor einiger Zeit hatte die Gemeinde nach Fördergeldern Ausschau gehalten. „Nachdem uns aber keine in Aussicht gestellt wurden, wird es Zeit, dass wir mit unserem Projekt durchstarten“, stellte Bürgermeister Olaf Dircks in der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung fest.

Und so beschäftigte sich das Gremium ausgiebig mit dem ersten Entwurf, den der Architekt Gerhard Hinrichs vom Architektenbüro Hinrichs und Bracker aus Tönning vorstellte. „Es wird ein modernes Gebäude mit Heizung und Fotovoltaik“, kündigte er an. Damit könnten die Betriebskosten niedrig gehalten werden. Die geplante überbaute Fläche beträgt 200 Quadratmeter und die Nutzfläche 170 Quadratmeter, wobei gut 35 Quadratmeter beheizt seien. Nach dem Vorentwurf, den der Architekt auf einem überdimensional großen Plakat aufgezeichnet hatte, ist ein Imbissbereich und zur Südseite ein verglaster und weiter ein offener überdachter Bereich geplant. „Insgesamt sind dort 40 Sitzplätze vorgesehen“, rechnete der Architekt vor. Mehr dürfe man nicht, da man sonst mit einem Sonderbau planen müsse. Auch ein Fahrradverleih ist angedacht. „Doch hierfür muss noch der Bedarf ermittelt werden“, so Olaf Dircks. Auf dem Architektenplan ist außerdem ein Verkaufsraum eingezeichnet. Dort könnten regionale Produkte angeboten werden. Ideen, wie das Mehrzweckgebäude genutzt werden könnte, gab es genug. Doch Hinrichs musste die Gemeindevertreter bremsen. „Der Kostenrahmen und das Raumprogramm müssen zueinander passen“, gab er zu bedenken.

Und es kommt ein weiterer schwieriger Aspekt hinzu, so Bürgermeister Dircks. „Da wir nicht mit Fördergeldern rechnen können, muss das Projekt für uns als Gemeinde finanzierbar sein.“ Dem schlossen sich auch die Gemeindevertreter an. So gibt es seit geraumer Zeit Überlegungen, die Schutzstation Wattenmeer räumlich einzubinden. Stationsleiter Rainer Schulz zeigte sich offen für diese Idee. Seiner Einschätzung nach würde ein etwa 40 Quadratmeter großer Raum gebraucht. Die Finanzierung für die anfallende Miete oder Pacht müsse jedoch noch mit dem Land abgesprochen werden, so Schulz. „Hier kämen eventuell für uns Kosten zusammen, die wir nicht schultern könnten“, so Schulz. Sollte jedoch die Schutzstation nicht mit aufgenommen werden können, werde das Mehrzweckgebäude kleiner ausfallen, machte Olaf Dircks deutlich. Auch über das finanzielle Volumen des Projekts hat die Gemeinde ihre Vorstellungen bereits im Haushalt eingerechnet. „Gesamtinvestitionen in Höhe von 250.000 Euro sollen auf keinen Fall überschritten werden“, so der Tenor der Gemeindevertreter. Und geht es nach deren Wünschen, so sollten die Planungen noch dieses Jahr abgeschlossen und mit dem Bau begonnen werden.

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