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300.000-Euro-Investition : Neuer Zielhafen für Wohnmobilisten

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Für rund 300.000 Euro entstand in Friedrichstadt ein moderner Stellplatz in unmittelbarer Zentrumsnähe. Die Betreiber haben Kräuterbeete und einen Grillhügel für die Wohnmobilisten angelegt, damit sie sich richtig wohlfühlen.

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erstellt am 16.Mai.2014 | 15:00 Uhr

Im März ähnelte er noch eher einer Kombination aus Sumpflandschaft und Bauplatz, mittlerweile ist auf dem Halbmondgelände hinter dem Sportboothafen an der B 202 der erste Friedrichstädter Wohnmobilstellplatz entstanden. Noch sind nicht alle Flächen mit einem dichten Grün überzogen, noch fehlen einige Versorgungssäulen und die Verkleidung des Servicegebäudes, „aber bis zur offiziellen Einweihung am Himmelfahrtstag sind wir fertig“, versichern Anja Andersen und Dieter Rathmann. Lange haben sie für ihr Projekt gekämpft, mussten auch Rückschläge hinnehmen. „Wir sind froh, dass es jetzt losgeht“, sagt auch Bürgermeister Eggert Vogt, der in dem neuen touristischen Angebot einen ganz gewaltigen positiven Effekt für das Holländerstädtchen sieht.

Bereits seit dem Jahr 2006 laufen die Bemühungen, in Friedrichstadt neben dem Campingplatz auch einen Extra-Stellplatz für Wohnmobilisten einzurichten. Unterstützung gab es von Seiten der Stadt und der Aktiv-Region Südliches Nordfriesland, die seit 2007 ebenfalls das Thema Wohnmobilisten auf ihrer Agenda stehen hat. Nachdem dann bereits die Pläne so weit fortgeschritten waren, dass auch die Zuschüsse beantragt werden konnten, musste das Projekt gestoppt werden, da plötzlich ein zweiter Bewerber für einen Stellplatz aufgetaucht war. Nach einem Jahr Verzögerung konnte dann die Friedrichstädter Wohnmobilstellplatz GmbH endlich mit dem Bau beginnen. Rund 300.000 Euro verschlingt das Projekt, dessen erste Bauphase nahezu abgeschlossen ist.

„Wir als Stadt haben auch ordentlich investiert“, sagt dazu Bürgermeister Vogt. „Die Stromversorgung für das Halbmondgelände wurde komplett auf unsere Kosten erneuert.“ Diese Investition zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur sei von allen Fraktionen getragen worden, unterstreicht Vogt.

Bereits im März gab es auf dem Halbmondgelände ein Probecampen mit 16 Wohnmobilisten. Mit dabei waren vom selbstgebauten Minicamper bis zum „Schlachtschiff“ alle Fahrzeugtypen. „So konnten wir Erfahrungen sammeln und in die letzten Details einfließen lassen“, sagt Anja Andersen. Von den 45 Stellplätzen sind daher auch nicht alle mit einer Stromversorgung ausgestattet, einige Mobilisten möchten nämlich ihre autonomen Systeme nutzen.

Sollte der Platz gut angenommen werden, bereits heute wird er positiv im Internet bewertet, besteht auch die Möglichkeit zu erweitern, auf dann gut 80 Plätze. Dazu muss das rund 9600 Quadratmeter große Areal nicht erweitert werden, sondern im südlichen Randbereich und im Zentrum können mit geringem Aufwand weitere Stellplätze geschaffen werden.

Vorrangiges Ziel der Betreiber: „Unsere Gäste sollen sich wohlfühlen“, so Dieter Rathmann. Und um das zu erreichen, gibt es nicht nur einen eigenen Hundefreilaufplatz, auch ein Grillhügel wurde geschaffen. „Hier befindet sich auch unsere Naschecke“, sagt Anja Andersen und weist auf verschiedene Fruchtpflanzen wie Erdbeeren und Stachelbeeren hin. „Wer will, kann davon probieren, und es kommen noch diverse Beerensträucher und Obstbäume hinzu.“ Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal sind auch die beiden großen Kräuter-Hochbeete zentral mitten auf dem Platz. Jeder Gast kann dort frische Kräuter oder aus dem Teebeet Blätter für einen heißen Trunk ernten.

Das Wichtigste aber ist die Ver- und Entsorgung für Wohnmobilisten. Und da bietet der Friedrichstädter Platz einen überdachten Servicebereich. Während das Grauwasser abläuft, können gleichzeitig die Toiletten separat entleert werden. Zum Service von Anja Andersen und Dieter Rathman gehört auch ein kleiner Aufenthaltsraum, in dem es unter anderem auch Lesestoff geben wird. Zudem ist ein Brötchenservice vorgesehen.

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