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Nachfolger in Bredstedt : Neuer Polizei-Chef für Stadt und Land

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Hauptkommissar Dirk Tietjen folgt auf Hans-Christian Autzen in Bredstedt und im Amt Mittleres Nordfriesland. Derzeit arbeitet er an einem Modell, Präventionsarbeit in öffentlichen Institutionen zu stärken.

Auf dem roten Sofa saß der neue Bredstedter Polizei-Chef noch nicht. Doch Dirk Tietjen hat schon öfter mit dem Gedanken gespielt, sich mit seiner Namensvetterin Bettina zu treffen, die in der gleichnamigen TV-Sendung auf dem Möbelstück Gäste interviewt. Farbe bekennen musste der Flensburger hingegen, als er auf seiner ersten Kontrollfahrt durch den Luftkurort im Streifenwagen auf Anwohner traf, die ihm auf Plattdeutsch antworteten: „Verstehen kann ich platt“, betont der 53-Jährige, der in Angeln aufgewachsen ist. Jedoch bei der Sprache fehlt noch die Übung, wozu sich bestimmt im Laufe der nächsten Jahre genügend Möglichkeiten ergeben werden. Beispielsweise bei einer weiteren Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt, die der Polizeihauptkommissar jüngst besuchte.

Seit 36 Jahren ist der neue Bredstedter Polizei-Chef schon als sogenannter Freund und Helfer im Dienst. Der verheiratete Familienvater von drei Kindern steht für einen kooperativen Führungsstil. Die derzeit 16 Polizeibeamten in seinem Revier sind weiterhin an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr in der Stadt und den Gemeinden im Amt Mittleres Nordfriesland unterwegs. „Jeweils vier Polizisten pro Schicht“, erklärt der Polizei-Hauptkommissar, der sich zunächst einen Überblick von der gesamten Situation verschaffen will.

Sein Stellvertreter Andreas Sönksen bereitet dem Nachfolger von Polizeihauptmeister Hans-Christian Autzen den Weg, wie er es auch schon gemeinsam mit dem Vorgänger getan hat. Bevor Tietjen die Leitung im Luftkurort zum Jahresbeginn übernahm, leitete er die Polizeistation Flensburg-Nord. Zu seinem Einsatzgebiet zählte dort das sogenannte Klein-Istanbul. In Bredstedt fährt er nun mit einem Streifenwagen durch das vom Volksmund titulierte Klein-Moskau. Daher ist es für den Polizei-Chef selbstverständlich sich für Menschen mit Migrationshintergrund einzusetzen – wie aber auch für jedem anderen Bürger der etwa 20  200 Einwohner des Amtes Mittleres Nordfriesland in rund 10  000 Haushalten plus den ungefähr 400 Einwohner in der Gemeinde Reußenköge. Tietjen ist sensibilisiert, kommt von außen, und muss selbst eine neue Sprache lernen: Plattdeutsch. Beste Voraussetzungen für eine gute Beziehung. Persönlich bleibt er mit seiner Familie an der Ostküste wohnen. Weitere Projekte sind bislang nur angedacht. „Noch nicht spruchreif“, sagt Dirk Tietjen. Derzeit arbeitet er an einem Modell, Präventionsarbeit in öffentlichen Institutionen zu stärken.

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erstellt am 11.Mär.2015 | 13:00 Uhr

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