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Hospiz-Förderverein: Vorstand wieder komplett : Neuer Mann an der Spitze

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Oberamtsrat Carsten Thiesen ist zum Vorsitzenden des Fördervereins für das Stationäre Hospiz Nordfriesland gewählt worden. Die Einrichtung in Niebüll kann nur mit Spenden finanziert werden.

Der Vorstand des Fördervereins für das Stationäre Hospiz Nordfriesland ist wieder komplett. In Niebüll haben die Mitglieder bei einer Versammlung im Amt Südtondern den 56-jährigen Oberamtsrat Carsten Thiesen zum neuen Vorsitzenden gewählt. Während der einjährigen Vakanz war der Verein vom 2. Vorsitzenden, dem Risum-Lindholmer Bürgermeister Hauke Christiansen, geleitet worden. Im Fokus der Vereinsarbeit steht das in Niebüll ansässige Wilhelminen-Hospiz, das sich nach den Worten des neuen Vorsitzenden einer hohen Akzeptanz erfreut. „Diese gilt es zu erhalten“, sagte Carsten Thiesen.

Christel Tychsen, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Wilhelminen-Hospiz GmbH, begann ihren Bericht für 2013 mit den Worten: „Unser Haus ist aus der Region nicht mehr wegzudenken.“ Sie nannte Zahlen. Danach war das Hospiz im Schnitt zu 88,67 Prozent, entsprechend 2290 Tagen, belegt. „77 Menschen konnten bei uns bis zu ihrer letzten Stunde leben.“ Im Hause sind 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer Wochenleistung von jeweils 30 bis 35 Stunden tätig, unterstützt von 18 Ehrenamtlichen. Christel Tychsen informierte darüber, dass im Verbund der sechs stationären Hospize in Schleswig-Holstein eine Verbesserung der Tagessätze – im Allgemeinen liegen diese bei 200 bis 250 Euro – angestrebt wird, da die Einrichtungen derzeit nahezu ein Viertel ihrer Gelder selbst einwerben müssten, obwohl der Gesetzgeber nur ein Zehntel fordert. Für die Trauerarbeit ist eine Koordinatorin eingestellt worden, fuhr die Geschäftsführerin fort. Zehn ehrenamtliche Trauerbegleiter sind für den Verein tätig. An die „Aktion Mensch“ sei ein Förderantrag zum Thema „Trauer bei Kindern und Jugendlichen“ gestellt worden. „Damit Schulen und Kindergärten in die Trauerarbeit integriert werden.“

Das Haus im Westersteig 6 trägt nach den Worten Tychsens zur Entlastung des Hospizes bei. Dort seien der Ambulante Dienst und die Trauerarbeit untergebracht. Rund 40 Helfer stehen für Sterbebegleitung zur Verfügung. Über die Vermietung von Zimmern, durch Veranstaltungen, Fortbildungen und Schulungen werde angestrebt, Einnahmen zu erzielen, um die Betriebskosten zu senken.

Ludolph Melfsen-Jessen, Mitglied des Aufsichtsrats und seit Hospizgründung zuständig für die Buchführung, belegte die positive Entwicklung mit Zahlen. Bei einem Umsatz von 524.000 Euro und Ausgaben von 654.000 Euro sei zwar ein Minus von 130.000 Euro erwirtschaftet worden. Dieses könne jedoch durch Spenden und Erbschaften in Höhe von 388.000 Euro mehr als aufgefangen werden, sodass es einen Überschuss von 258.000 Euro gebe. Melfsen-Jessen: „Wir werden auch künftig auf Spenden angewiesen sein.“ Dass „gutes Geld“ in die Kasse fließt, dafür sorgt unter anderem auch die Initiativgruppe des Fördervereins. Gretel Petersen berichtete über den „Ableger“ des Vereins und dessen Aktivitäten in Sachen Spendensammlung.

Für den Verein erstattete Schatzmeisterin Ursula Nissen den Kassenbericht, nach dem Einnahmen von 149.323 Euro Ausgaben von 131.548 Euro gegenüberstanden.

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