St. Peter-Ording : Neuer Leiter für das Nordsee-Internat

Rüdiger Hoff (l.) und Ursula Sassen begrüßen Dr. Till Ergenzinger im Leitungsteam des Internats.
Rüdiger Hoff (l.) und Ursula Sassen begrüßen Dr. Till Ergenzinger im Leitungsteam des Internats.

Dr. Till Ergenzinger übernimmt die kaufmännische Geschäftsführung des Nordsee-Internats in St. Peter-Ording. 120 Jugendliche besuchen die Einrichtung derzeit.

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03. Februar 2018, 19:00 Uhr

Ohne kaufmännischen Geschäftsführer geht es auch beim Nordsee-Internat in St. Peter-Ording nicht. Und so freuen sich der pädagogische Leiter, Rüdiger Hoff, und die Kuratoriums-Vorsitzende Ursula Sassen darüber, die Position nun mit Dr. Till Ergenzinger besetzen zu können. Er wurde unter mehr als 60 Bewerbern aus ganz Deutschland ausgewählt, wie Ursula Sassen erklärt, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich um das Internat bemüht.

Einiges an Kompetenz bringt der gebürtige Schleswig-Holsteiner mit. Als Finanzvorstand und Geschäftsführer verschiedener Unternehmen verfügt der studierte Betriebswirt über langjährige Führungserfahrung. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe hier in St. Peter-Ording“, sagt der 52-jährige Wahl-Kölner. St. Peter-Ording ist ihm seit seiner Kindheit gut vertraut. Schon seine Eltern und Großeltern besaßen ein Ferienhaus in Böhl, seine Cousinen besuchten das Nordsee-Internat. „In meinen bisherigen Gesprächen hier in St. Peter-Ording habe ich gelernt, dass die Grundlage für den großen Erfolg des Internats in den vergangenen Jahren die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Internat und Schule, sowie Internat und Gemeinde war“, so Ergenzinger. Er hat große Aufgaben vor sich: Denn er ist nicht nur dafür verantwortlich, das Haus mit einem tragfähigen Konzept in die Zukunft zu führen, auch der in die Jahre gekommene Immobilienbestand muss grundlegend renoviert werden. 120 Jungen und Mädchen leben derzeit im Internat. Unter anderem ist es – als einziges in Norddeutschland – darauf spezialisiert, Kinder und Jugendliche mit Diabetes aufzunehmen.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs durch Fritz Brill als Schule für Berliner Flüchtlingskinder gegründet und anfangs in gemieteten Wohnungen und Baracken ansässig, wurde 1952 der Grundstein für das heute bekannte Internat gelegt. Seitdem ist es das zweite Zuhause für Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland und verschiedenen Ländern der Welt. Mehr als 60 fest angestellte Mitarbeiter finden inzwischen Arbeit im Internat, weitere rund 20 sind als freiberufliche Förderlehrer sowie beim Caterer der Mensa beschäftigt. „Noch größere Bedeutung für St. Peter-Ording hat aber unsere Schülerschaft, die dazu beiträgt, den Schulstandort dauerhaft zu sichern“, verweist Hoff auf die gute und enge Zusammenarbeit mit der Nordseeschule und der Gemeinde. Zugleich sei das Internat der Nordseeschule sehr dankbar, für die große Offenheit und Weiterbildungsbereitschaft der Kollegen im Thema Diabetes.

Laut Hoff soll es auch in den kommenden Jahren keinen Stillstand im Internat geben. Denn neben der Verstärkung des Teams mit qualifizierten Mitarbeitern und die Erschließung neuer Zielgruppen laufen aktuell schon die Planungen für das „Nordsee-Internat der Zukunft“.

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