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Betreuung in Bredstedt : Neuer Kindergarten und Grundschule an einer Adresse

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In den Räumen der Grundschule wurde nun der dritte ADS-Kindergarten in Bredstedt eröffnet. Durch die Lage soll den Kindern auch der Übergang zur Bildungseinrichtung erleichtert werden.

„Kinder sind das wichtigste Gut, das wir haben. Und das nicht nur, weil sie die zukünftigen Wähler sind“, sagte Bredstedts Bürgermeister Knut Jessen schmunzelnd anlässlich der Einweihung des neuen Kindergartens des ADS-Grenzfriedensbundes Arbeitsgemeinschaft Deutsches Schleswig in den Räumen der Grundschule. Es ist die dritte Einrichtung des ADS in der Stadt. Zwei Regelgruppen à 20 Kinder haben dort nun ein Domizil gefunden.

Mit von der Partie waren neben Stadtvertretern, Schulverbandsvorsteher Dr. Edgar Techow, Schulleiterin Renate Harrsen, ADS-Geschäftsführerin Dr. Michaela Oesser, Gesa Görrissen, Julia Böttcher, Sönke Andersen, alle vom Sekretariat des ADS-Grenzfriedensbundes, sowie die kommissarische Gruppen-Leiterin Brigitte Stamp mit einigen Kolleginnen. Mit einem Investitionsvolumen von 190  000 Euro wurden in knapp sechs Wochen zwei ehemalige Klassen- sowie Nebenräume hergerichtet. Dem Architekten Andreas Lundelius, so Jessen, gebühre großer Dank, denn er habe das Projekt im Schnelldurchgang realisieren können. „Anfang Juni erreichte mich ein Hilferuf von den Mitarbeiterinnen der ADS-Kindergärten Kock- und Westerstraße. Sie hatten keinen Platz mehr, weitere Kinder aufzunehmen, so dass eine schnelle Lösung her musste“, berichtete der Bürgermeister. Spontan sei ihm die Grundschule eingefallen. Die dort noch untergebrachten Flex-Klassen wurden nach Absprache mit dem Schulverbandsvorsteher und den Schulleiterinnen in die Gemeinschaftsschule umquartiert. Die Kosten begründete Lundelius damit, dass ein Kindergarten besondere Sicherheitsaspekte fordere. So musste ein Brand- und Schallschutzkonzept her. Eine neue Küche, ein Essraum, Kinder-WCs, ein Büro sowie ein Therapieraum wurden eingebaut.

In den weiteren Einrichtungen an der Kock- und Westerstraße gibt es übrigens sieben weitere Regelgruppen sowie drei Krippen. „Wir haben die Möglichkeit, noch acht bis zehn Kinder insgesamt aufzunehmen“, erklärte die ADS-Geschäftsführerin. Die Plätze seien auch für Flüchtlingskinder angedacht. Renate Harrsen zeigte sich begeistert von der Kooperation. Die Kinder bekommen aus erster Hand den Schulalltag mit, so dass ein perfekter Übergang vonstatten gehen kann“, sagte sie. Geplant sind Unterrichtsbesuche der Kinder in verschiedenen Klassen.

Pastor Peter Schuchardt brachte als Gastgeschenk eine Kinderbibel mit. „Ich wünsche, dass hier nur fröhliche Kinder ihr Zuhause haben“, erklärte er. Der Höhepunkt für die Festgesellschaft waren die Gesangs- und Tanzaufführungen der Kinder. Sie bewiesen, dass sie bereits gut dänisch, friesisch und plattdeutsch gelernt hatten. Für sie hatte auch der Stadt-Chef Geschenke mitgebracht, dabei ein Buch mit Weihnachtsgeschichten. Er würde, wenn Not am Mann sei, gerne selbst einmal zum Vorlesen wiederkommen.

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