St. Peter-Ording : Neuer Direktor für Nordseeschule

Nils-Ole Hokamp stellte sich offiziell in der Schulverbandsversammlung vor.
Nils-Ole Hokamp stellte sich offiziell in der Schulverbandsversammlung vor.

Nils-Ole Hokamp übernimmt die Leitung der Schule in St. Peter-Ording. Der 39-Jährige hat dort selbst Abitur gemacht. Einige seiner ehemaligen Lehrer gehören nun zu seinem Kollegium.

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18. Juli 2015, 07:00 Uhr

Die Nordseeschule in St. Peter-Ording hat einen neuen Direktor. In der Versammlung des Schulverbandes Eiderstedt stellte sich Nils-Ole Hokamp offiziell vor. Der 39-Jährige hatte sich gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt. Mitte Juni hatte sich der Wahlausschuss des Verbands, der Träger der Schule ist, einstimmig für ihn ausgesprochen, wie dessen Vorsteher Rainer Balsmeier in der Sitzung erklärte.

Hokamp kennt sich auf Eiderstedt bestens aus und speziell das Nordseegymnasium, das zur Nordseeschule gehört, kennt er in- und auswendig: Er stammt aus Tönning und hat in St. Peter-Ording sein Abitur gemacht. Einige seiner alten Lehrer gehören nun zu seinem Kollegium. Nils-Ole Hokamp studierte in Kiel Deutsch und Geographie auf Lehramt, liebäugelte kurz mit dem Beruf des Journalisten und entschied sich dann aber für die Pädagogik. Sein Referendariat absolvierte Hokamp an der Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll. Danach führte ihn sein Berufsweg über die Eider nach Dithmarschen, wo er von 2004 bis heute am Gymnasium Heide-Ost unterrichtete. Mit seiner Heimat sehr verbunden lebt Nils-Ole Hokamp mit Frau und sechs Kindern in Tönning. Er freut sich auf seine neue Aufgabe: „Das fühlt sich richtig gut an.“ Gutfühlen sollen sich auch seine Schüler und das Kollegium von Gymnasium und Gemeinschaftsschulteil. Ein Lernen in entspannter Atmosphäre ist ihm wichtig, denn dann gehe es besser. „Wir haben immer ein offenes Ohr dafür, was sich Schule wünscht“, versicherte Balsmeier. „Auch wenn es manchmal einen längeren Atem braucht.“

Positives berichtete Konrektor Robert Sonntag aus dem Gemeinschaftsschulteil: Die Schülerzahl sei steigend, 185 Jungen und Mädchen werden sie im neuen Schuljahr besuchen, bislang waren es 165. Die Zu- und Abgänge aus dem Internat hielten sich die Waage. Auch der Zuzug in die Gemeinde bringe einiges.

Balsmeier ging außerdem auf das Urteil zur Klage des Schulverbands wegen der Oberstufe an der Eider-Treene-Schule Tönning ein (wir berichteten). Das Verwaltungsgericht hatte sie abgewiesen, aber eine Berufung zugelassen. „Aus meiner persönlichen Sicht hätte die Oberstufe absolut nicht genehmigt werden dürfen.“ Er sehe angesichts des demografischen Wandels mittelfristig ein Problem auf die Schulen zukommen. Angesichts der Schülerzahlen in Tönning stellte sich ihm die Frage nach der Zukunft der Sekundarstufe II. Denn nach seinen Informationen startete die Oberstufe im vergangenen Jahr mit 52 Schülern, von denen 48 blieben. In diesem Jahr hätten sich 38 angemeldet. Laut Gesetz ist eine Mindestzahl von 50 vorgeschrieben. Doch ist der Schulverband nicht berechtigt, sich vor Gericht auf die 50 zu berufen. „Das heißt für mich, es ist egal, was im Gesetz steht.“

Die Einführung einer Schulassistenz hat der Schulverband in Übereinstimmung mit seinen drei Schulen auf das nächste Jahr vertagt. „Denn es ist noch völlig unklar, wie sich die Schulassistenz auf die Schulbegleitung auswirkt.“ Bei dieser hat jedes integrierte Kind einen eigenen Begleiter.

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