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Commerzbank Husum : Neuer Chef in gut bestelltem Haus

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Commerzbank in Husum baut ihren Marktanteil aus – und die persönliche Beratung bleibt so wichtig wie das Online-Banking. Michael Deseife führt die Filiale seit Januar.

Die Commerzbank kann in Husum auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: „Wir betreuen jetzt 6000 Kunden und haben unter dem Strich 222 neu dazu gewonnen“, sagt Michael Deseife, der die Leitung der Filiale Anfang 2016 übernommen hat. „Die meisten kommen direkt aus der Stadt. Bei einer Einwohnerzahl von 22.000 ist das schon ein nennenswerter Marktanteil.“ Das Anlagevolumen in der Storm-Stadt habe sich in dem Zeitraum um 7,1 Prozent auf 69,1 Millionen Euro erhöht, so Deseife weiter. „Davon entfallen zehn Millionen auf die 650 Geschäftskunden, die wir hier betreuen.“ Insgesamt habe die Commerzbank 2015 erstmals wieder einen Milliardengewinn gemacht und werde wohl eine Dividende zahlen. „Wir sind durch schweres Fahrwasser gegangen. Aber jetzt wachsen wir wieder profitabel.“

Mit Deseife steht ein gebürtiger Husumer an der Spitze der Filiale. „Ich habe in diesen Räumen schon 1989 mein Vorstellungsgespräch gehabt und hier dann bis 1992 meine Ausbildung gemacht“, erzählt der 42-Jährige, der mit seiner Familie in Viöl wohnt. Von 1996 bis 2014 habe er auf Sylt alle wichtigen Banker-Stationen durchlaufen, war Service-Teamleiter und sowohl im Privat- als auch im Geschäftskundenbereich tätig, bevor ihm vor zwei Jahren die Leitung der Commerzbank in Niebüll übertragen wurde. Als Filialdirektor in Husum ist er verantwortlich für das Privatkundengeschäft.

Hier halte die Nachfrage nach „Betongold“ unvermittelt an: „Wir haben Immobilien im Wert von rund zehn Millionen Euro finanziert“, sagt Deseife. Zu Wertpapieren gebe es aber keine Alternative, betont er. „Sparen für die Altersvorsorge funktioniert bei diesen Niedrigzinsen nicht, die jeden seit 2009 im Schnitt 1000 Euro an Kaufkraft gekostet haben.“ Die Commerzbank sieht er weiterhin auf Wachstumskurs: „Wir wollen auch in diesem Jahr Kunden und Marktanteile von unseren Wettbewerbern gewinnen.“

Deshalb investiere das Institut weiter in digitale Angebote und treibe den Umbau zur Multikanalbank voran – allerdings nicht auf Kosten der Filialen: „Die wollen wir erhalten, denn die Kunden wollen beides – eine digitale Bank und eine gute persönliche Beratung. Das vernetzen wir“, betont Deseife. Zum Beispiel auf dem Immobiliensektor: „Der Kunde informiert sich im Internet bei uns über Möglichkeiten der Baufinanzierung – und am Ende hat er Fragen. Und wir schließen mit der Beratung dann da an, wo er online aufgehört hat und finalisieren das Angebot“, erläutert er das Prinzip. Das beginne schon bei der Konto-Einrichtung, die ein Kunde online vornehmen kann, ohne mit dem Ausweis in die Filiale kommen zu müssen. „Aber wir bieten ihm eine Beratung an – und wenn er die braucht, kommt er.“ Rückenwind auf diesem Feld habe die Commerzbank im vergangenen Jahr durch zwei Auszeichnungen erhalten: Sie gewann den bundesweiten Beratungstest „City Contest“ in den Kategorien Privatkunden und Geschäftskunden.

 

Das Institut Commerzbank:

Die 1870 gegründete Commerzbank betreibt mit rund 1050 Filialen sowie mehr als 90 Geschäftskunden-Beratungszentren eines der dichtesten Filialnetze der deutschen Privatbanken. Insgesamt betreut die Bank über 16 Millionen Privat- sowie eine Million Geschäfts- und Firmenkunden.

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erstellt am 16.Mär.2016 | 11:00 Uhr

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