15 Bewerber im Rennen : Neuer Bürgermeister für Tönning gesucht

Wer wird neuer Chef im Rathaus der Eider-Stadt?
Wer wird neuer Chef im Rathaus der Eider-Stadt?

Noch ist Zeit: Bis zum 28. Juli müssen Wahlvorschläge bei der Stadtverwaltung eingehen. Amtsinhaber Frank Haß hatte im März überraschend, nach 18 Jahren an der Spitze der Stadtverwaltung, erklärt, nicht mehr kandidieren zu wollen.

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09. Juni 2014, 09:00 Uhr

Den 14. September sollten sich die Tönninger in ihrem Kalender rot anstreichen. Denn dann entscheiden sie, wer neuer Bürgermeister der Eider-Stadt wird. Amtsinhaber Frank Haß hatte im März überraschend erklärt, nach 18 Jahren an der Spitze der Stadtverwaltung nicht wieder kandidieren zu wollen. Er wolle aufhören, wenn es am schönsten ist, hatte er seinen Schritt begründet, der von allen vier Parteien in der Stadtvertretung sehr bedauert wurde.

Das Wahlverfahren liegt nun in den Händen der Parteien. Auf einen speziellen Kandidaten hat sich noch keine von ihnen festgelegt. Denn die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 20. Juni. Doch haben sich auf die Stellenausschreibung durch die Parteien schon einige Interessenten gemeldet. Während sich die SPD-Fraktion zum derzeitigen Stand der Dinge komplett in Schweigen hüllt, erklärte Hans-Joachim Teegen von der CDU, dass bereits fünf Bewerbungen eingegangen seien. „Drei kamen direkt, zwei wurden bei der Stadt eingereicht.“ Zwei haben sich auch schon vorgestellt. Aber entschieden wird erst nach dem 20. Juni. „Wir haben am 25. Juni Fraktionssitzung, dann wird eine Vorauswahl getroffen. Die eigentliche Entscheidung für einen Kandidaten trifft der Ortsverband.“

Auch der Allgemeinen Wählergemeinschaft Tönning (AWT) liegen fünf Bewerbungen vor, ebenfalls zwei kamen über die Stadt, wie Anke Ahrendt auf Nachfrage erklärte. Aus Nordfriesland, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen seien die Unterlagen gekommen. Die Fraktion wird am 24. Juni beraten, der endgültige Beschluss obliegt ebenfalls dem Ortsverband. Und der SSW will Anfang Juli auf einem kleinen örtlichen Parteitag entscheiden, wie Helge Harder erklärt. Bei ihm haben sich ebenfalls fünf Interessenten gemeldet – darunter Kauf- und Verwaltungsfachleute. „Wir wünschen uns einen Fachmann“, sagt Harder. „Da muss jemand sitzen, der etwas von der Sache versteht.“

Doch nicht nur die Parteien können einen Kandidaten ins Rennen schicken, sondern auch die Bürger selbst. Direktbewerber müssen mindestens 85 Unterschriften von Tönninger Einwohnern für ihren Wahlvorschlag vorlegen. Wählbar ist, wer zwischen 27 und 62 Jahre alt ist und die Wählbarkeit zum Deutschen Bundestag besitzt. Bis zum 28. Juli, 18 Uhr, müssen die Wahlvorschläge schriftlich bei Matthias Hasse von der Stadtverwaltung eingehen.

Und was passiert, wenn am Ende kein Bewerber zugelassen wird oder niemand die erforderliche Mehrheit von mehr als der Hälfte der gültigen Stimmen erhält? Dann ist die Stadtvertretung am Zug und bestimmt den neuen Bürgermeister. Und die Zeit drängt, denn Frank Haß wird zum 31. Dezember seinen Platz im Tönninger Rathaus räumen.

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