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Schmuddeliger Ratssaal in Husum : Neuer Anlauf für Sanierung

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein Missverständnis in der Verwaltung verhinderte die Einstellung von Mitteln für die Sanierung des Ratssaals in Husums Etat für 2017 – jetzt will die Wählergemeinschaft Husum Nägel mit Köpfen machen.

Repräsentiv für Husum ist er nun wirklich nicht: Der Ratssaal im Rathaus ist in die Jahre gekommen und wirkt auf den Besucher mittlerweile schon ein wenig schäbig. Und daher hatten sich die Stadtpolitiker im vergangenen Jahr darauf geeinigt, Geld für die Verschönerung locker zu machen.

„Doch da ist bös’ was schiefgelaufen“, sagt Reimer Tonder, Fraktionschef der Wählergemeinschaft Husum (WGH). Gemeint ist die Verwendung der 37.500 Euro, die bei den Haushaltsberatungen für 2017 mit einem Sperrvermerk versehen worden sind und auf der nächsten Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch, 8. Februar, freigegeben werden sollen. Denn während die Politik diese Summe eigentlich für die Sanierung des Ratssaal-Inneren gedacht hatte, wurde sie von der Verwaltung für die Reparatur der Dacheinrichtung des Rathauses, eine Fassadenreinigung und einen Fensteranstrich sowie das Gerüst dafür verplant. Dass diese Maßnahmen dringend notwendig sind, bestreitet auch Tonder nicht: „Da dringt Feuchtigkeit ein, es muss rasch etwas geschehen.“

Mittel für die Sanierung des Ratssaales seien im Etat für 2017 nicht angemeldet worden, weil die Begründung dafür fehlerhaft gewesen sei, stellt die Verwaltung in ihrer öffentlichen Beschlussvorlage für besagte Sitzung fest. Was ist denn da passiert? „Das war eigentlich nur ein Bezeichnungs-Fehler in der Verwaltungsvorlage zur Anmeldung der Mittel“, erläutert Bauamtschef Jörg Schlindwein auf Nachfrage. Und Christine Friedrichsen vom Gebäudemanagement ergänzt: „Ein Missverständnis zwischen Bau- und Kämmereiamt. Es war wirklich keine böse Absicht.“ Dennoch bleibt im Ergebnis: „Für dieses Haushaltsjahr sind somit keine Gelder für die Ratssaal-Sanierung eingestellt.“ Das ärgert Tonder: „Christine Friedrichsen war doch bei den Beratungen dabei, da hätte sie den Irrtum doch gleich aufklären können“, wundert er sich.

Gleichwohl ist die WGH jetzt entschlossen, neue Bewegung in die leidige Angelegenheit zu bringen. Und hat für die Sitzung am 8. Februar einen entsprechenden Antrag vorgelegt. „Der Ratssaal ist doch das Aushängeschild der Stadt und er sieht wirklich schmuddelig aus“, ärgert sich Tonder. „Wir wollen, dass da endlich was passiert, dass eine konkrete Planung und ein zeitlicher Ablauf festgelegt wird.“ Da habe man auch die SPD an der Seite.

Und nicht nur die: „Wir müssen da ran“, drängt auch Christian Czock. „Nicht alles auf einmal sanieren, aber zumindest anfangen. Das wird schon viel zu lange aufgeschoben“, so der CDU-Fraktionschef.

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erstellt am 01.Feb.2017 | 11:00 Uhr

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