St. Peter-Ording : Neue Überlebensanzüge für DLRG

Nils Stauch (l.) und Udo Jensen (r.) in den Spezialanzügen. Beide sowie Johann Stauch (2. v. r.) bedankten sich bei Rudolf Apeldorn und seiner Familie.
Nils Stauch (l.) und Udo Jensen (r.) in den Spezialanzügen. Beide sowie Johann Stauch (2. v. r.) bedankten sich bei Rudolf Apeldorn und seiner Familie.

Die Lebensretter der DLRG St. Peter-Ording freuen sich über zwei neue Überlebensanzüge, gestiftet von einer Husumer Firma.

shz.de von
01. Januar 2018, 12:00 Uhr

Große Freude bei der Deutschen Lebens-Rettungs gesellschaft (DLRG) St. Peter-Ording: Rudolf Apeldorn, Chef der Firma Gewerbebau Nord in Husum, spendierte den Rettern zwei neue Überlebensanzüge. Dafür griff er schon mal etwas tiefer in die Brieftasche, denn da kommt doch eine Summe von mehr als 3000 Euro zusammen.

Bei steifem Wind und kühlen Temperaturen erfolgte die Übergabe vor dem Böhler Leuchtturm, zu der Diplom-Ingenieur Rudolf Apeldorn mit Ehefrau Lieselotte Marwig und Tochter Clarissa gekommen war. Seitens der DLRG St. Peter-Ording nahmen der Vorsitzende Johann Stauch und der technische Einsatzleiter Nils Stauch die willkommene Spende dankend entgegen.

„Als Einwohner von St. Peter-Ording erlebe ich relativ häufig, dass die DLRG ausrückt, um Menschen zu retten, die durch Unkenntnis von Ebbe und Flut auf einer Sandbank auf Hilfe warten“, sagte Apeldorn. „Und bei sechs Grad kaltem Wasser ist das für die Retter bestimmt nicht angenehm. Mich beeindruckt es sehr, wie sich die Einsatzkräfte, die ja allesamt ehrenamtlich tätig sind, stets um das Wohl unserer Gäste bemühen.“

Nils Stauch betonte: „Die Überlebensanzüge brauchen wir auch ganz dringend. Einige unserer neuen Einsatzkräfte sind kleiner, und einige Anzüge sind verschlissen. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir in jedem Jahr gut 30 Mal zu Einsätzen in die Nordsee ausrücken. Die Anzüge sind komplett wasserdicht und ermöglichen einen Aufenthalt von sechs Stunden im ein Grad kalten Wasser. Die Rettungseinsätze finden zum Teil bei kältesten Temperaturen und unter extrem rauen Bedingungen statt. Nicht immer ganz ungefährlich – auch für die ehrenamtlichen Retter selbst. Diese speziellen Anzüge bieten größtmöglichen Schutz bei Bootseinsätzen auf der Nordsee und bei Notfällen im Wattenmeer vor St. Peter-Ording.“ Das Geld für neue Anzüge könne die DLRG St. Peter-Ording aktuell nicht aufbringen, so Stauch weiter. Bis heute sei die Wasserrettung in Schleswig-Holstein nicht in das Rettungsdienstgesetz aufgenommen worden, daher können weder die Kosten der Rettungen noch Ersatzbeschaffungen wie beispielsweise für die Spezialanzüge erstattet werden. „Aus diesem Grund bitten wir um freiwillige Spenden, und freuen uns sehr über das Geschenk von Rudolf Apeldorn.“

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