Witzwort : Neue Turnhalle nimmt Formen an

An der neuen Turnhalle in Witzwort wird fleißig gebaut.
An der neuen Turnhalle in Witzwort wird fleißig gebaut.

Nach dem Brand vor mehr als einem Jahr wird nun in Witzwort gebaut. Die Ursache des Feuers ist bis heute nicht ermittelt.

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22. Dezember 2017, 08:00 Uhr

Der 28. Oktober 2016 hat sich wohl in die Geschichte von Witzwort für ewig eingebrannt. Aus bisher unbekannten Gründen brannte damals die Turnhalle an der Grundschule bis auf die Grundmauern nieder. „Die Polizei hat mir mitgeteilt, dass die Ermittlungen ohne Ergebnis eingestellt worden sind“, berichtet Bürgermeister Willi Berendt. Fest stehe nur, dass ein technischer Defekt konkret ausgeschlossen werden könne. „Der Verdacht der Brandstiftung schwebt natürlich weiter im Raum, doch die Polizei will soweit nicht gehen.“ Allerdings würden die Ermittlungen wieder aufgenommen werden, sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, so Berendt weiter.

Seither hat der 80-jährige Bürgermeister alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die niedergebrannte Turnhalle durch einen Neubau zu ersetzen. Nach einem Jahr Planungen durch das Planungsbüro Johannsen und Fuchs sind die Bauarbeiten jetzt voll im Gang. Schon in den nächsten Tagen soll die 800 Quadratmeter große Platte geschüttet werden. Aber auch am Zwischenbau, der die Grundschule mit der Turnhalle verbunden hatte und wo durch den Brand ebenfalls massive Schäden aufgetreten waren, sind die Bauarbeiten im vollen Gang. So wird das Dach des Verbindungsbau derzeit neu erstellt, und auf der Rückseite des Gebäudes haben die Arbeiten an der zerstörten Mensa und den WC-Anlagen ebenfalls begonnen.

Doch es gebe noch einige Hindernisse, die aus dem Weg geräumt werden müssten, schiebt Berendt nach. „Wir führen derzeit noch Verhandlungen mit den Sachverständigern, um Unklarheiten zu beseitigen.“ Bisher sei von der Versicherung eine Million Euro ausgezahlt worden. „Es dreht sich noch um die verbleibende Summe, aber ich bin guter Dinge, dass wir auch hierüber Klarheit bekommen werden.“ Für den scheidenden Bürgermeister und Schulverbandsvorsteher hatte der Aufbau einer neuen Turnhalle oberste Priorität.

Doch die feierliche Einweihung werde er als Bürgermeister oder Schulverbandsvorsteher nicht erleben. Für die kommenden Kommunalwahlen werde er als Bürgermeister nicht mehr zur Verfügung stehen. Vielleicht klappt das ja noch mit dem Richtfest. „32 Jahre Bürgermeister und 28 Jahre Schulverbandsvorsteher sollten genug sein, da kann man ruhigen Gewissen die Ämter abgeben“, so Willi Berendt.

Großes Lob zollte Schulleiter Jörg-Hinrich Meier. „Mit viel Engagement und Herzblut hat sich Willi Berendt für die neue Turnhalle eingesetzt.“ Dies werde ebenso an einem festen Platz in der Geschichte Witzworts für immer festgehalten werden.

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