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Husumer Nachrichten

24. Oktober 2017 | 11:26 Uhr

Grundsteinlegung : Neue Tagespflege in Winnert

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die von neun politischen und zwei Kirchengemeinden getragene Diakoniestation in Winnert wird um eine Tagespflegestation erweitert. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 460.000 Euro.

„Vor acht Tagen stand an der Hauptstraße in Winnert noch kein einziges Stein auf dem anderen. Jetzt ist das Gebäude schon zu erkennen“, Jutta Rese, Bürgermeisterin der Gemeinde, ist sichtlich stolz auf den entstehenden Neubau der Diakoniestation. Schließlich soll dort bereits im Februar des nächsten Jahres die Tagespflege mit 15 Plätzen ihren Betrieb aufnehmen. Gestartet wird allerdings mit zwölf, da sich alles einlaufen muss. Das Interesse an den Plätzen ist jetzt schon groß, wenn auch noch nicht alle vergeben sind.

Neben dem gut 250 Quadratmeter großen Neubau, der immerhin komplett rund 460 000 Euro kosten wird, wie Wolfgang Schäfer vom Amt Nordsee-Treene mitteilt, werden auch neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Zwei neue Pflegefachkräfte werden jetzt schon für die Tagespflege, die an fünf Tagen in der Woche von sieben bis 17 Uhr geöffnet sein wird, gesucht, sagt die Ostenfelder Pastorin Annkatrin Kolbe. Die Diakoniestation in Winnert wird von den neun politischen Gemeinden Fresendelf, Hude, Ostenfeld, Ramstedt, Schwabstedt, Süderhöft, Winnert, Wisch und Wittbek sowie den beiden Kirchengemeinden Ostenfeld und Schwabstedt getragen.

„Im Zuge des demographischen Wandels wird die Tagespflege immer wichtiger“, unterstreicht Jutta Rese und sagt, dass die Planungen für die Tagespflege vor zwei Jahren begannen und nimmt die Kupferkartusche in die Hand. Schließlich sollen auch nachfolgende Generationen einmal wissen, was am Tag der Grundsteinlegung so alles in der Region geschah. Daher wurden unsere Zeitung, alle gültigen heutigen Münzen und natürlich die wichtigsten Daten aller beteiligter Gemeinden mit Wappen und Siegeln in die Kartusche gesteckt, die dann verlötet wurde. Allerdings gelang die eigentliche Grundsteinlegung dann nur mit Hilfe eines schweren Fäustels. Die vorgesehene Öffnung in einer inneren Eckmauer war nämlich sehr knapp bemessen, ein Mitarbeiter des Generalunternehmens Treenebau aus Ramstedt wurde daher auch leicht nervös, denn er sah den Stein schon zerspringen – doch alles ging schließlich doch noch gut, der Stein hielt.

Amtsvorsteher Ralf Heßmann lobte die Erweiterung der Pflegestation um eine Tagespflege, denn dadurch könnten die Menschen länger in ihrem häuslichen Umfeld bleiben. Zudem zeige dies, dass im Amt Nordsee-Treene verantwortlich in die Zukunft geplant werde.

Allein die Einrichtung des Neubaus wird rund 40 000 Euro kosten, denn schließlich wird es auch eine spezielle Therapiewanne geben. Hinzu kommen eine Gemeinschaftsküche und ein Therapiebad. Die neuen Gäste werden künftig mit einem Bus von zu Hause abgeholt und nach dem Abendessen auch wieder nach Hause gefahren. Durch die Aufnahme an fünf Tagen in der Woche werden pflegende Angehörige erheblich entlastet, sagt die Ostenfelder Pastorin und stellt fest, dass bei festgestelltem Bedarf durchaus auch die Möglichkeit einer siebentägigen Öffnung nicht gänzlich ausgeschlossen werde. Doch dies sei noch Zukunftsmusik.

Die Diakoniestation Winnert wird von Matthias und Elisabeth Wendt geleitet und liegt zentral in der Mitte aller beteiligten Gemeinden.

 

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