Tönning im Aufwind : Neue Stadtchefin freut sich über Wachstum

Dorothe Klömmer (l.) begrüßt die Gäste zum Neujahrsempfang. Gleichzeitig sammelten die vier Sternsänger für ein Kirchenprojekt auf den Philippinen.
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Dorothe Klömmer (l.) begrüßt die Gäste zum Neujahrsempfang. Gleichzeitig sammelten die vier Sternsänger für ein Kirchenprojekt auf den Philippinen.

Die Qualität und Attraktivität Tönnings verbindet Dorothe Klömmer eng mit Respekt, Kooperation und dem Blick für das Gemeinwohl. Mehr als 60 Vereine tragen mit Angeboten zu einer lebens- und liebenswerten Stadt bei.

shz.de von
12. Januar 2015, 14:00 Uhr

Seit 18 Jahren lädt die St. Laurentius-Kirchengemeinde zusammen mit der Stadt Tönning zum Neujahrsempfang in das Gemeindehaus ein. Für die neue Bürgermeisterin Dorothe Klömmer war es nur wenige Tage nach ihrem Amtsantritt ihr erster große Auftritt vor heimischem Publikum. Das gemütliche Beisammensein eröffneten jedoch die Sternensänger, die zusammen mit Pastorin Gisela Mester-Römmer zur Begrüßung Lieder sangen und den Segen über die Stadt Tönning aussprachen. Gleichzeitig sammelten die vier für ein Kirchenprojekt auf den Philippinen.

Für Mery Ebsen, die im Namen der Ehrenamtler in der Politik die Tönninger Bürger willkommen hieß, wurde einmal mehr deutlich, dass sich Politiker und Bürger an die Namensgleichheit von Pastorin Mester-Römmer und Bürgermeisterin Klömmer gewöhnen müssen. Mehr als 60 Vereine und Verbände gäbe es in der Stadt Tönning und würden mit ihren Angeboten für ein lebenswertes und liebenswertes Tönning beitragen. Dabei lobte sie den unverzichtbaren und wertvollen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr. „Aber auch der erst vor einem Jahr ins Leben gerufene Seniorenbeirat ist sehr aktiv und hat mit dem Rollatorenmarsch auf Mängel hingewiesen.“ Das Ergebnis werde in den verschiedenen Ausschüssen abgearbeitet, versprach sie.

In ihren Rückblick ging Bürgermeisterin Dorothe Klömmer auf die Ereignisse des vergangenen Jahres ein. „Es sind viel gute und neue Ideen entwickelt und umgesetzt worden.“ Dabei hätten sich viele ehrenamtliche Bürger daran beteiligt. So zum Beispiel bei verschiedenen Arbeitsgruppen, wo intensiv an dem Leitbild „Was wollen wir für die Stadt Tönning bis 2025 erreichen“ gearbeitet wurde. „Bürger aus den Bereichen Kirche, Wirtschaft, Schulen sowie Politik, Verwaltung und Tourismus oder auch anderen Vereinen und Gruppierungen haben gemeinsamen ein angestrebtes Entwicklungsziel für die Zukunft erarbeitet.“ Eine abschließende Vorstellung des Leitbildes soll noch im Frühjahr erfolgen, so Klömmer. Auch auf die demographische Entwicklung der Stadt ging die Verwaltungschefin ein. „Wir müssen dafür sorgen, dass Familien sich auch künftig bei uns wohlfühlen.“ Dazu gehöre die Bereitstellung von genügend und qualitätvollen Kinderbetreuungseinrichtungen. Mit vier Kindertagesstätten und zwei Krippengruppen im städtischen Kindergarten und weiteren Plätzen für die Betreuung unter Dreijähriger im ADS-Kindergarten könne die Stadt eine gute Betreuungssituation vorweisen. Großes Lob reichte sie an den Seniorenbeirat. „Ihnen aber auch dem Jugendbeirat danke ich für ihre engagierte und motivierte Arbeit.“

Die Sekundarstufe II an der Eider-Treene-Schule sei sehr gut angelaufen, so Klömmer weiter. „Aufgrund der positiven Schülerzahlen müssen wir uns jedoch erneut mit dem Raumangebot auseinandersetzen.“ Auch lobte sie den Kompromiss hinsichtlich der sonderpädagogischen Versorgung auf Eiderstedt. „Damit ist die Förderzentrumsarbeit an der Schule am Ostertor gesichert und gestärkt worden.“ 2015 sei für Tönning auch ein Jubiläumsjahr. „Wir feiern 425 Jahre Stadtrechte, und das Tönninger Krankenhaus feiert sein 115-jähriges Bestehen.“ Das Krankenhaus leiste einen entscheidenden und unverzichtbaren Beitrag zur ärztlichen Versorgung. Und damit richtete sie einen Appell an den Kreis. „Ich hoffe, dass dies der Kreis in seinen Planungen berücksichtig und der Standtort gesichert ist.“ Auch in diesem Jahr werde wieder in die Infrastruktur der Stadt investiert werden, kündigte sie an. „Straßen und Plätze sind Mittelpunkt des öffentlichen Lebens sowohl in Dorf als auch in der Stadt.“ Damit trage ein gut gestalteter öffentlicher Raum wesentlich zur Lebensqualität und Attraktivität einer Stadt bei. Bei alledem stellte sie am Ende ihrer Neujahrsansprache eines klar. „Aus gegenseitigem Respekt und planvoller Kooperation, echtem Gemeinschaftssinn und der Orientierung am Gemeinwohl erwächst der Erfolg einer Stadt.“



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