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Investition in die Zukunft : Neue Spundwand für Hooger Hafen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Kommunalunternehmen Hafenbetrieb Schlüttsiel/Halligen finanziert 400.000 Euro der Investition in die neue Spundwand mit einem Kredit. Die zu erwartenden Hafenentgelte werden für die Tilgung genutzt.

Weil die Spundwand des Hafens auf Hallig Hooge in die Jahre gekommen war, musste die Gemeinde handeln. Derzeit gibt es zwar nur noch einen Fischer, der den Hafen nutzt, dennoch musste ein Ersatz konstruiert werden: baulich und finanziell. Die neue Spundwand ist mit einem Kredit finanziert. „Das Land zahlt nicht, weil es eine Reparatur ist“, erklärt Norbert Gades, Geschäftsführer der Hafengesellschaft Dagebüll, ein Vertragsbestandteil der Investition, die etwa 400.000 Euro kosten wird.

Die Spundwand wurde mit entsprechenden Maschinen in den Boden gerüttelt. Durch die Vibration gleitet die Wand somit in den Boden. Nun erfolgte die Abnahme mit Bürgermeister Matthias Piepgras und Michael Klisch. Der stellvertretende Bürgermeister bemerkt bei der Begehung, dass sich der Hooger Fischer präventiv ein, zwei Veränderungen wünschen würde, um sich mittelfristig weniger Bordmittel wie Taue sparen zu können. Daher werden nun zusätzlich noch Ösen als Halterung am Hafen installiert.

Für die gesamte Erneuerung, die von August bis Mitte November dauerte, wurde die Arbeitsgemeinschaft Hafen Hooge initiiert. Die Planung übernahm das Ingenieursbüro Mohn aus Husum unter Führung von Dr. Daniel Schade. Für die Umsetzung zeichneten eine Firma aus Südtondern – Beton-, Wasser- und Tiefbau Martin Limbrecht aus Niebüll – und aus Husum Paul. I. Peters verantwortlich. Der Lindholmer Andreas Petersen, der als ehemaliger Dagebüller Hafenmeister und derzeitiger Bauleiter der Hafengesellschaft Erfahrungen mit dortigen Liegenschaften besitzt, unterstützt die Arbeitsgemeinschaft.

Die hohen Reparatur- oder Investitionskosten sind für eine Hallig eigentlich nicht zu stemmen, erklärt der Vorstand des an die Hafengesellschaft Dagebüll angeschlossenen Kommunalunternehmens Hafenbetrieb Schlüttsiel/Halligen, die für das Projekt Hafen Hooge zuständig ist. Den Posten hat auch Norbert Gades inne. Der Verwaltungsbeamte des Amts Amrum ist dort auf der Insel seit 35 Jahren für den Hafen tätig. Er kennt sich aus. Unter seiner Ägide wurde die Hafengesellschaft im Juli 1999 gegründet. Im Januar 2000 kaufte die GmbH den Hafen in Dagebüll dem Land ab.

In unmittelbarer Nähe bewirtschaftete zunächst der Zweckverband Schlüttsiel den dortigen Hafen. Das Amt Pellworm kümmerte sich um die Häfen der Halligen. Laut Gades wurden über mehrere Jahre unter dem Strich zu viel Geld und Arbeit investiert, ohne tatsächliche wirtschaftliche Erfolge zu erzielen. „Die Strukturen waren unübersichtlich, die einzelnen Verbände unbeweglich“, skizziert der Geschäftsführer Unwägbarkeiten. Die Zahlungen kamen seinerzeit nur schleppend. Daher gründeten die Verantwortlichen 2012 den Hafenbetrieb Schlüttsiel/ Halligen. Das Kommunalunternehmen hat kein Personal, aber mit der Hafengesellschaft Dagebüll einen Dienstleistungsvertrag.

Für den Bürgermeister Matthias Piepgras, der zeitgleich auch Vorsteher des Amts Pellworm ist, und dem Vorstand des Hafenbetriebs, Norbert Gades, wird durch dieses Projekt ein neues Kapitel der Erfolgsgeschichte des Kommunalunternehmens und der Gemeinden des Amts Pellworm geschrieben. Denn: die Hafenentgelte werden für die Tilgung der Kreditfinanzierung genutzt. „Eine Lebenserhaltung für die Halligen wird dadurch gesichert“, erklärt der Geschäftsführer abschließend.

Ferner freute den Bürgermeister, dass zwei Brücken auf der Hallig erneuert und verbreitert wurden: „Nun können die Rettungsfahrzeuge den schnellsten Weg fahren.“

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erstellt am 22.Dez.2015 | 18:48 Uhr

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