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Poetry-Slam im Gottesdienst : Neue Seelsorgerin kommt von der Küste

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Pastorin Silke Wittmaack, eine gebürtige Dithmarscherin, übernimmt die Kirchengemeinden Tetenbüll-Katharinenheerd und Welt-Vollerwiek. Die 32-Jährige kennt Land und Leute und wollte gern eine Pfarrstelle an der Küste.

Kaum ein Platz war noch frei in der Tetenbüller St. Anna-Kirche, als dort Silke Wittmaack in ihr Amt als Gemeindepastorin für die Kirchengemeinden Tetenbüll-Katharinenheerd sowie Welt-Vollerwiek eingeführt wurde. „Diene den Menschen mit Liebe und Treue“, sagte Probst Jürgen Jessen-Thiesen, als er die 32-Jährige für ihre neue Aufgabe segnete und ihr die Ernennungsurkunde überreichte. Mit der ersten Anstellung auf Eiderstedt habe sich zugleich ihr Wunsch erfüllt, nach dem Studium und dem Vikariat, in einer Landgemeinde in Küstennähe tätig zu sein. Alle anwesenden Mitglieder der Kirchengemeinderäte versicherten, die neue Seelsorgerin bei ihrer Arbeit unterstützen zu wollen

In seiner Predigt widmete sich der Probst dem Bild von Gott, der auf der Erde Saat ausbringt, die auf fruchtbaren Boden Früchte trägt. Diesen Vorgang habe Silke Wittmaack in der Realität oft erlebt, denn sie ist auf einem Ackerbaubetrieb im Dieksander-Koog in Dithmarschen groß geworden. Auch sei dort der Grundstein für ihre Freude am Umgang mit Menschen gelegt worden, denn ihre Eltern vermieteten Unterkünfte an Feriengäste. Diese Erfahrungen seien für ihre neue Tätigkeit von besonderer Bedeutung. „Es kommt darauf an, den Glauben mit anderen zu teilen und ihn wachsen zu lassen.“

Ihre Liebe zur heimischen Westküste stellte die neue Pastorin in den Mittelpunkt ihrer ersten Predigt. Zur Erheiterung der Besucher trug sie aus einem „Poetry-Slam“ von Mona Harry vor. „Wir haben den größten Himmel, die steifste Brise sowie Watten, wo Seehunde kuscheln und sich auf Deichen Schafe begatten“, heißt es darin. Bei einem abschließenden Empfang lernte sie viele neue Gemeindeglieder kennen und nahm von ihnen Gratulationen und gute Wünsche entgegen. Von Pastor Thomas Knippenberg, der am Gottesdienst mitwirkte, erhielt sie eine CD mit einheimischen Interpreten, die seit vier Jahren auf Platz 1 der „Eiderstedter Charts“ sein soll.

Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band der Kirchengemeinden der Mittelregion auf der Halbinsel unter der Leitung von Tobias Bernhardt. Der Schüler war auch als Organist tätig und hatte die für den Anlass passende Musik zusammen gestellt. Musikalischer Höhepunkt war die Bach –Arie „Schafe können sicher weiden“, interpretiert von der Sopranistin Magdalena Voigt.

Unter den Besuchern des Festgottesdienstes waren die Bürgermeister aus den Gemeinden Tetenbüll (Thomas Lorenzen), Katharinenheerd (Dieter Heisterkamp), Welt (Dirk Lautenschläger) und Vollerwiek (Volker Holdack) sowie der Tetenbüller Wehrführer Oliver Tetzlaff.

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