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Bürgerbeteiligung in Aussicht : Neue Regeln für Bauherren

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinde St. Peter-Ording überarbeitet die Bebauungspläne und passt die Bestimmungen darin den modernen Anforderungen an. Weil das viele Bauherren betrifft, soll baldmöglichst eine frühzeitige Bürgerbeteiligung stattfinden.

Die Gemeinde St. Peter-Ording hat damit begonnen, ihre Bebauungspläne zu überarbeiten (wir berichteten). Die Bestimmungen darin sollen den modernen Anforderungen angepasst werden. Auch für das Gebiet an der Straße Im Bad, zwischen Kieferneck und Alter Badweg werden die Bedingungen neu formuliert. Stadtplaner Helmut Reggentin stellte den Entwurf in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vor. Eine Arbeitsgruppe mit Gemeindevertretern hatte ihn vorbereitet.

Geprägt ist das Quartier von Hotels und Pensionen, die von hohen Bäumen umgeben sind. Auf der anderen Straßenseite, Richtung Meer, zieht sich ein Teil des Dünenwaldes entlang. Der Baumbestand soll erhalten bleiben, sagte Reggentin. Außerdem solle nicht zu viel Fläche versiegelt werden, auch wenn die bauliche Ausnutzung verändert werden soll. Entsprechend wird die Grundflächenzahl von 0,15 auf 0,35 erhöht, es darf also mehr Fläche eines Grundstücks bebaut werden.

Hotels, Pensionen und Zimmervermietung werden weiter zulässig sein, Gaststätten aber nur in Verbindung mit diesen, so sieht es der Entwurf vor. Pro Betrieb darf es maximal eine Wohnung für den Betreiber geben, Unterkünfte für das Personal sind zulässig. Außerdem dürfen dort Gebäude oder Büros für freie Berufe wie Ärzte, Rechtsanwälte und Steuerberater eingerichtet werden.

Eine wichtige Frage ist immer die der Gebäudehöhe. „Es wurde in der letzten Arbeitssitzung intensiv darüber diskutiert“, so Reggentin. Die Runde habe sich auf die Gullydeckel in der Straße als Bezugspunkt geeinigt. Es sollen 15 Meter gelten. Im südlichen Teil, am Alten Badweg, wurde eine eingeschossige Bauweise und eine Firsthöhe von zwölf Metern festgesetzt. Die CDU-Fraktion hatte sich für Höhenbezugspunkte auf den Grundstücken ausgesprochen, wie Richard-Flohrs Richardsen erklärte. „Dann könnte man die Höhe eindeutig festsetzen, und alle Gebäude hätten dieselbe Höhe.“ Das war abgelehnt worden, weil das Gelände veränderbar sei und damit auch die Bezugspunkte.

Auf Vorschlag von Wolfgang Vouttag (CDU) soll ferner bei eingeschossiger Bebauung ein Reetdach zulässig sein.

25 Zuhörer verfolgten interessiert die Sitzung. Reggentin betonte, dass das Verfahren erst am Anfang stehe, und es noch eine frühzeitige Bürgerbeteiligung geben werde. Bürgermeister Rainer Balsmeier regte an, diese so schnell wie möglich zu beginnen, da „viele Grundstückseigentümer bereits mit den Hufen scharren“.

 

 

 

 

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