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Von Nordstrand auf die Hallig : Neue Kutscher fahren nach Südfall

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Elvira Andresen, bislang Betreiberin der Kutschfahrten von Nordstrand nach Südfall, hört aus persönlichen Gründen auf. Ihre Nachfolger fahren weiterhin nur nach Anmeldung, da die Hallig unter Naturschutz steht.

Frank und Anja Heimes sind künftig für die Kutschfahrten durch das Wattenmeer von Nordstrand zur Hallig Südfall zuständig. Das berichtete Bürgermeister Werner-Peter Paulsen in der jüngsten Gemeinderats-Sitzung. Sie übernehmen die Aufgabe von Elvira Andresen, die aus persönlichen Gründen aufhört. Da die Fahrt durch die Schutzzone 1 führt, musste zunächst das Nationalparkamt grünes Licht für die neuen Betreiber geben. Die Fahrt wird weiterhin nur nach Anmeldung möglich sein, da genau festgelegt ist, wie viele Personen auf die unter Naturschutz stehende Hallig dürfen.

Eine Wegeschau hat ergeben, dass notwendige Arbeiten in Höhe von 48.000 Euro auf Nordstrand anstehen. „Es gibt finanzielle Unterstützung, ähnlich wie beim Dorferneuerungsprogramm“, gab der Bürgermeister eine Information des Amtes Nordsee-Treene weiter. Gemeinderatsmitglied Franz Josef Baudewig wollte in diesem Zusammenhang wissen, wie man künftig mit dem Befahren der Wege mit schwerem Gerät umgeht. In der anschließenden Diskussion ging es unter anderem um eine Tonnagebegrenzung. Thomas Magnussen von der Amtsverwaltung machte deutlich, dass 40 Tonnen als normal gelten – was darüber liegt, braucht eine Genehmigung des Kreises. Die Gemeinde muss ein Gutachten vorlegen, wenn eine Begrenzung gewollt ist. Er nahm die Hattstedtermarsch als Beispiel für eine schnelle Lösung: Straßen werden zu Sackgassen, sind demnach für den Durchgangsverkehr gesperrt und nur noch für Radfahrer und Fußgänger frei.

Gemeinderatsmitglied Michael Brauer meinte, dass die Landwirte in die Gespräche mit eingebunden werden müssen. Albrecht Domeyer machte hingegen seine Beobachtungen deutlich: Einige Landwirte würden die Gülle quer über Nordstrand zu den Feldern fahren, um ihre eigenen Häuser herum allerdings eher einen Bogen machen. Übergesetzlich geregelte Straßenausbau-Beiträge – die prozentual von den Anwohner bezahlt werden – wurden ebenfalls diskutiert, wobei den Anwesenden klar war, dass diese Form „Lärm und Spektakel“ verursachen würde. „Wir müssen intensiv über die Unterhaltung der Wege reden“, so der Bürgermeister „Wo wollen wir hin, welche Förderungen gibt es? Diese Fragen müssen geklärt werden.“ Den notwendigen Split- und Asphaltarbeiten wurde einhellig zugestimmt.

Die Freiwillige Feuerwehr hat eine Begehung auf Lüttmoor vorgenommen und machte auf einige notwendige Veränderungen aufmerksam. Um diese zu besprechen, schlug der Bürgermeister vor, die Wehr zur nächsten Gemeinderatssitzung am 22. Juni nach Lüttmoor einzuladen. Außerdem teilte er mit, dass die Kirche in einem Schreiben darum bittet, gemeinsam eine Lösung zur Nachnutzung des evangelischen Kindergartens zu suchen. Mitte Mai findet daher ein Treffen mit Gemeinde und Kirchenvorstand statt. Dem Wunsch des Heimatvereines nach einem größeren Raum (wir berichteten) könne die Gemeinde nicht nachkommen. Sie stellt bereits kostenlos einen Raum in der Herrendeichschule zur Verfügung.

Dem Antrag von Anwohnern des Moordeichs auf eine Erweiterung der Tempo-30-Zone wurde von der Verkehrsaufsicht nach einer Ortsbegehung stattgegeben. Gemeindevertreterin Ruth Kruse appellierte an die Runde, mehr Werbung für die Fahrbücherei zu machen. 2015 wurden 3626 Medien ausgeliehen – 280 weniger als im Vorjahr, sagte sie.

Das Thema Neubau Kindergarten und Mensa an der Herrendeichschule beanspruchte mit Blick auf die Auftragsvergaben viel Zeit in der Sitzung. Jedes einzelne Gewerk musste beschlossen werden, das gesamte Investitionsvolumen beläuft sich auf 1,3 Millionen Euro. In der Einwohnerfragestunde ging es um Zuschüsse seitens der Gemeinde zum Breitbandausbau. Der Bürgermeister erklärte, dass es diese nicht gäbe, da die Gemeinde Bedarfsempfänger ist.

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