Krippenplätze : Neue Kita gegen Mangel an Krippenplätzen

Gerade Betreuungsplätze für die ganz Kleinen sind in Husum knapp.
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Gerade Betreuungsplätze für die ganz Kleinen sind in Husum knapp.

Weil es in Husum zu wenige Kita- und Krippenplätze gibt, rüstet die Stadt nach.

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31. März 2017, 09:30 Uhr

Wie können in Husum möglichst sinnvoll neue Kita- und Krippenplätze geschaffen werden? Mit dieser Frage setzten sich die Mitglieder des Ausschusses für Soziales und Jugend auseinander. Das Ergebnis: Die Kurt-Pohle-Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt soll so umgebaut werden, dass dort eine weitere Krippengruppe Platz findet. Außerdem führt die Verwaltung mit der Bundeswehr Gespräche darüber, die Kinderbetreuung in der Fliegerhorstkaserne auszubauen, so dass es dort künftig zwei Krippengruppen geben soll.

Weil das nicht reicht, um mittelfristig genügend Betreuungsplätze anzubieten, ist zudem geplant, eine neue Kindertagesstätte zu bauen. Die Voraussetzungen dafür will die Verwaltung nun ausloten, ein Träger soll im Laufe des Verfahrens gesucht werden.

Die im Februar diskutierte Idee, im Saal des ehemaligen Haus der Jugend eine Krippengruppe einzurichten, wurde inzwischen wieder verworfen. Die Mitglieder des Hauptausschusses hatten entschieden, dass ins Gebäude des früheren Hauses der Jugend kein Geld mehr investiert werden soll.

Hintergrund der Aktionen: Die Zahl der kleinen Kinder in Husum steigt, und die Zahl der Krippenplätze reicht nicht mehr aus. In welchem Ausmaß, kann allerdings niemand genau sagen: Die Stadt hat bisher keine verlässlichen Daten darüber, ob Eltern ihre Kinder für mehrere Plätze angemeldet haben und wie viele Plätze bei allen Trägern zusammengerechnet wirklich frei sind. Die Hoffnung der Politik, dass sich ein verlässliches System einrichten lasse, bei dem die Anmeldungen bei allen Einrichtungsträgern zu einem bestimmten Termin gemeldet werden, musste Bürgermeister Uwe Schmitz enttäuschen: „Es wäre wünschenswert, wenn es mit einem Stichtag funktionieren würde. Das entspricht allerdings nicht der Lebensrealität. Aus verschiedenen Gründen klappt es nicht.“

Bis Ende Juli 2018 allerdings sollte es klappen: Der Kreis drängt darauf, dass alle Kommunen bis dahin ihre Zahlen in eine landesweite Kita-Datenbank eintragen, so dass die Anzahl der wirklich zur Verfügung stehenden Plätze im Kreisgebiet transparent ist (wir berichteten).

Abgesehen davon scheint zumindest für Politik und Verwaltung festzustehen, dass die Zahl der Betreuungsplätze in Husum derzeit zu niedrig ist. Zumindest angesichts der Kinderzahlen scheint diese Einschätzung nicht unrealistisch: Heute leben 1041 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren in der Storm-Stadt, im Vorjahr waren es genau 99 Kinder weniger.

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