zur Navigation springen

TorHafen Tönning : Neue Hoffnung für eine alte Werft

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Verein Transformare will dem Gelände am Tönninger Torfhafen neues Leben einhauchen. Es fehlen nur noch Gelder für den Grundstückskauf – die nun über Spenden und Förderer gesammelt werden sollen.

Auf dem Gelände der Dawartz-Werft im Tönninger Hafen wird zurzeit kein Schiff gebaut. Noch nicht, denn der eigens für den Erhalt der Werft gegründete Verein Transformare will das ändern. Im Rahmen eines durch EU-Mittel geförderten zweistufigen Ideenwettbewerbs, hat Transformare die erste Runde geschafft. Das Konzept des Vereins überzeugte die Jury und gehört damit zu insgesamt sieben Projekten, die in einer zweiten Runde weiterentwickelt und konkretisiert werden, um den begehrten Fördermitteln noch ein Stück näher zu kommen. Prof. Dr. Wolfgang Jonas, Vorsitzender und Namensgeber des Vereins , gleichzeitig persönlich und beruflich dem Bootsbau sehr verbunden, blickt zuversichtlich in die Zukunft.

„Wir wollen eine Mitmachwerft schaffen, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene für das traditionelle Bootsbauhandwerk begeistern möchte. Auf der Werft – einer der ältesten Holzschiffbauwerften Schleswig-Holsteins – wurden seit 1740 Schiffe und Boote gebaut, diese Tradition wollen wir fortführen, indem wir den Tönninger Hafenbesuchern das Handwerk des Bootsbaus näher bringen.“

Dabei ist das Näherbringen wörtlich gemeint. Ein Bootsbauer wird die Besucher in Kursen selbst sägen, schleifen, hobeln und bauen lassen. Das Handanlegen ist dabei Bestandteil des Gesamtkonzepts. Nicht nur bei der Arbeitskraft, sondern auch bei den verwendeten Materialien wird ausschließlich auf natürliche Ressourcen oder recycelbare Rohstoffe zurückgegriffen. Und auch das Ambiente der Werft soll weitestgehend erhalten bleiben und sich in die historische Hafenkulisse einfügen, dabei soll sich die Werft nach außen öffnen und mit ihrer „gläsernen Front“ neugierige Blicke ins Werfthalleninnere ermöglichen.

„Das ist alles reichlich durchdacht und wird den Besuchern bestimmt gefallen, aber es gibt auch Sorgen bei der Umsetzung unserer Mitmachwerft“, fügt Prof. Dr. Wolfgang Jonas hinzu. Mit den Fördermitteln, für die sich Transformare bewirbt, dürfen die Renovierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen finanziert werden, nicht aber der Erwerb des Grundstücks. Deshalb sucht der Verein jetzt Spender und Fördermitglieder, die das Projekt unterstützen wollen. „Ein Hafen ohne Werft, ist wie eine Bäckerei ohne Brotgeruch“, beschrieben zwei Neumitglieder des Vereins kürzlich ihren Förderwillen. Der Vorsitzende stimmt zu: „Hoffentlich schließen sich noch ganz viele Menschen dieser Meinung an und unterstützen unsere Initiative. Dann können wir es wirklich schaffen.“

Weitere Informationen gibt es auf der Website www.transformare-toenning.de sowie per E-Mail an Wolfgang Jonas: jonasw@transformare-toenning.de.

zur Startseite

von
erstellt am 14.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen