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Lösung gefunden : Neue Heimat für Rassegeflügel

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Stadt Garding stellt Geflügelzuchtverein ehemaliges Klärwerksgelände für Schauvolieren zur Verfügung. Dort werden acht Züchter ihre Tiere unterbringen. Die Anlage soll täglich für interessierte Besucher geöffnet sein.

Die Geflügel-Züchter der Mommsen-Stadt können aufatmen: Der Plan, neue Volieren auf dem ehemaligen Klärwerksgelände der Stadt zu errichten, ist in trockenen Tüchern. Der Bau- und Umweltausschuss von Garding empfahl der Stadtvertretung einstimmig, das Vorhaben zu billigen. Diese Volieren hatten vor einiger Zeit noch für Unmut bei den Gardingern gesorgt, da zunächst geplant war, den ehemaligen Minigolfplatz am Norderring dafür zu nutzen (wir berichteten). Die Anwohner befürchteten Belästigungen durch Geruch, Gekrähe und Geziefer.

Der neue Standort dürfte keine Beeinträchtigung mehr darstellen. Bürgermeister Ranjet Biermann erklärte: „Das Grundstück bleibt im Eigentum der Stadt, die auch die Trägerschaft übernimmt.“ Volieren für Schau-Geflügel sollen nach den Worten Biermanns auf 320 Quadratmetern entstehen, zusätzlich wird es einen Teich für Wasservögel mit einer Fläche von 26 Quadratmetern geben. Die derzeit noch nicht ganz geklärten Kosten seien förderfähig, so der Bürgermeister weiter, man habe mit der Aktiv-Region Südliches Nordfriesland gesprochen und eine Förderquote von 55 Prozent zugesagt bekommen. So fiel den Ausschuss-Mitgliedern die Zustimmung leicht.

Die Anlage wird täglich jedermann zugänglich sein, erklärte der Vereinsvorsitzende Kai von Dohlen auf Anfrage. Acht Züchter werden sie sich teilen. Geplant sind Angebote für Schulen und Kindergärten, Führungen für andere Vereine sowie im Sommer regelmäßig ein Tag der offenen Tür. Alle Aktivitäten des Gardinger Vereins, wie Hähnewettkrähen und Jungtierbesprechung, werden dort stattfinden. Die Eröffnung ist für den nächsten Sommer geplant. „In dieser Art ist die Anlage wohl einzigartig in Schleswig-Holstein“, sagt von Dohlen.

Dann ging es in der Sitzung um die Maßnahme „Sanierung Hauptpumpwerk und Zwischenspeicherbecken“. Die stetige Zunahme von Abwasser-Mengen (vor allem durch vermehrte Regenfälle) mache die Maßnahme notwendig, argumentierte Thomas Helmke vom Amt Eiderstedt: Waren 2010 noch 71 000 Kubikmeter angefallen, stieg die Menge im Jahr 2012 auf 89 000 Kubikmeter. Die Abwässer werden zur Kläranlage nach St. Peter-Ording gepumpt. Helmke sieht langfristig Engpässe in der Pumpenkapazität. Abhilfe könne ein Zwischenspeicherbecken mit einem Volumen von 2000 Kubikmetern schaffen. Dies sei aber nicht gerade günstig zu haben – inklusive neuer Pumpen müsse man mit gut 170 000 Euro rechnen.

Das rief den Widerspruch der Ausschuss-Mitglieder auf den Plan: „Eigentlich müssten erstmal die Regenwasser-Siele gemacht werden“, hieß es. „Damit das Oberflächenwasser überhaupt weg kann.“ So wurde der Bau des Zwischenspeicherbeckens mehrheitlich abgelehnt, die Sanierung der Pumpenanlage dagegen aber einstimmig der Stadtvertretung zur Annahme empfohlen. Weitere Pläne des Bauamtes sind ein Kataster für die LED-Straßenlampen, mit dem sich auch die Zuleitungen überwachen lassen sowie die Umstellung der gesamten Beleuchtung der Dreilandenhalle auf LED. Für Letzteres wäre eine Förderung denkbar, meinte Thomas Helmke. Mit diesen und anderen Themen wird man sich in den nächsten Sitzungen des Bauausschusses beschäftigen. Fest vereinbart wurde dagegen eine gemeinsame Fahrrad-Tour, um Schäden und Missstände an den Straßen der Mommsen-Stadt festzustellen. Die Tour soll in der zweiten Septemberwoche stattfinden.

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