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Handwerkerball in Husum : Neue Chefin, neue Sitten

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein Ball bricht mit alten Traditionen: Handwerkervereins-Vorsitzende Birgit Szyszka sorgte für frischen Wind auf dem 157. Stiftungsfest. Auf den üblichen politischen Rundumschlag verzichtete sie.

Tradition wird auch im Husumer Handwerkerverein von 1857 groß geschrieben. Doch in diesem Jahr mussten die Gäste des 157. Stiftungsfestes im Handwerkerhaus, dem Stammsitz des Handwerkervereins, auf manch Altgewohntes verzichten. Das wurde bei der Begrüßung der mehr als 120 Gäste deutlich. Birgit Szyszka, die erst im vergangenen Jahr zur neuen Vorsitzenden gewählt worden war und Udo Gutbier nachfolgte, der das Amt viele Jahre inne gehabt hatte, verzichtete auf namentliche Nennungen besonderer Teilnehmer. Und hatte dafür zahlreiche Gründe: „Wen soll ich denn da als erstes ansprechen – und noch viel schwieriger, wen als letztes?“ Kaum auszudenken, so die 46-jährige Goldschmiedin weiter, wenn bei diesem Procedere auch noch ein wichtiger Gast vergessen würde.

Doch damit nicht genug der Änderungen: Wer zu Beginn des Balls wie in den Jahren zuvor mit einem politischen Rundumschlag gerechnet hatte, wurde ebenfalls enttäuscht. „Das will ich ihnen ersparen“, so Szyszka. „Schließlich sind wir hier doch zusammengekommen, um zu feiern, miteinander zu reden und einen fröhlichen Ball zu erleben.“ Und außerdem, so fügte sie hinzu, wolle sie so schnell wie möglich das große Buffet genießen und danach tanzen.

Die neue und ungewohnte Vorgehensweise wurde von den Gästen mit lautem Applaus honoriert. Doch ganz ohne Tradition gehe es dann doch nicht, stellte sie klar. Nach dem Buffet werde wieder zur gemeinsamen Polonaise aufgerufen. „Es ist keine Pflicht, aber eine wunderschöne Tradition – und auf diese möchte ich nicht verzichten.“

Die neue Begrüßungsformel war in der Folge an zahlreichen Tischen Gesprächsthema. Klaus Jensen, Mitglied des Kieler Landtages, konnte sich zum Beispiel gut mit der kurzen und unkomplizierten Eingangsrede der Vorsitzenden anfreunden. Und das Buffet war dann tatsächlich auch viel früher als sonst eröffnet. Küchenchef Thomas Fries hatte mit seinem Team ein farbenprächtiges Mahl gezaubert. „Eine Augenweide“, lobten zahlreiche Gäste, und es schmeckte ebenso gut, wie es aussah. Gut sah auch die mit Frühlingsblumen bepflanzte Schubkarre aus, die zur Tombola gehörte, bei der es natürlich noch viele andere attraktive Preise zu gewinnen gab – vom Kofferradio bis zum Schraubenzieherset. Für die musikalische Umrahmung sorgte wieder einmal die Partyband Tornado. Und die hatte wirklich gut zu tun, um die Gäste auf der Tanzfläche bis in die frühen Morgenstunden zu begleiten.

 

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