Langenhorn : Neue Chance für das Reitwegenetz

Eine Arbeitsgruppe soll sich mit dem Reitwegenetz in Langenhorn befassen. Viele Schilder sind verblichen.
Eine Arbeitsgruppe soll sich mit dem Reitwegenetz in Langenhorn befassen. Viele Schilder sind verblichen.

Langenhorn möchte das gut genutzte Angebot ausbauen und hätte dabei gerne auch Bordelum mit im Boot.

shz.de von
30. August 2018, 15:38 Uhr

Die Reitwege in und um Langenhorn werden nicht mehr gepflegt. Darauf machte die Vorsitzende des Jugend- und Kulturausschusses Langenhorn, Silvia Jensen, in jüngster Sitzung aufmerksam. Teilweise fehle eine entsprechende Beschilderungen, alte Zeichen seien verwittert. Ihre Anregung, das immer noch viel genutzte Reitwegenetz nach dem Ausklinken des Amtes Mittleres Nordfriesland aus der Verantwortung zumindest für die Kommune wieder aufleben zu lassen, fand Zustimmung. Nun soll geprüft werden, welche Wege gegebenenfalls zusätzlich geeignet sind. Einstimmig beschloss das Gremium, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die das Thema aufarbeiten soll. Möglicherweise, so die Vorsitzende, könnte die Nachbargemeinde Bordelum mit ins Boot geholt werden, denn Bürgermeister Peter Reinhold Petersen habe ihr bereits signalisiert, dass auch er Interesse an einem geordneten Reitwegenetz hätte, möglicherweise auch an einem gemeinsamen.

„Wollen wir es noch einmal versuchen?“ – mit dieser Frage läutete die Vorsitzende das Thema Jugendgemeinderat ein. In der Frühjahrs-Sitzung des Gremiums noch unter Leitung von Doris Friedrichsen habe es zunächst, so führte Jensen aus, positive Ansätze gegeben. Ein Jugendlicher, der auch den Wunsch nach einem entsprechenden Gremium geäußert hatte, signalisierte, dass er sich zur Wahl stellen würde. Weiter hatte er erklärt, die Werbetrommel unter den Jugendlichen rühren zu wollen. Inzwischen habe er aber per Mail mitgeteilt, nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

„Vor zwei Jahren fand ja mal eine Jugendversammlung statt und stieß auf wenig Interesse“, erinnerte Ausschuss-Mitglied Sigrid Nissen. „Unsere Jugendlichen sind meist in Vereinen eingebunden. Vielleicht ist ein Jugendgemeinderat mehr was für kleinere Gemeinden.“ Jan Oechsler merkte an: „Ich meine, wir sollten es in zwei Jahren noch einmal versuchen. Im Moment sehe ich keinen Sinn darin, weitere Anstrengungen zu unternehmen.“ Sonja Gindler ergänzte, dass die Kinder nach dem Besuch der hiesigen Grundschule ohnehin die Schulen der Region besuchten und tatsächlich neben ihren Aktivitäten in den Vereinen wenig zusätzliche Zeit für so eine ehrenamtliche Aufgabe hätten. „Wir sollten einmal klären, ob wir in den Gemeinderats-Sitzungen einen Tagesordnungspunkt Jugend-Einwohnerfragestunde platzieren können. Vielleicht kann so das Interesse geweckt werden, wenn wir die Jugendlichen gezielt dazu einladen“, so die Vorsitzende. Grundsätzlich herrschte Einigkeit darüber, das Thema nicht untergehen zu lassen, zunächst aber auf Eis zu legen.

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