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Einsatz fürs Friesische : Neue Bücher und Qualifikationsstelle

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein ausgeglichener Haushalt und ein bunter Strauß an Publikationen wurden dem Beirat des „Nordfriisk Instituut“ in Bredstedt vorgestellt. An der Universität Flensburg ist für das Fach Friesisch eine Qualifikationsstelle eingerichtet worden.

Der ausgeglichene Haushalt für 2014 war eine gute Nachricht vom Schatzmeister des Vereins „Nordfriesisches Institut“, Ernst-August Petersen, und Instituts-Geschäftsführerin Marlene Kunz für den Instituts-Beirat. Die höhere Förderung durch das Land Schleswig-Holstein ermögliche es, die sich seit Jahren stetig verschärfende Unterfinanzierung auszugleichen, mittelfristig werde eine bescheidene Aufstockung des Personals möglich sein. Die Mittel für das Nordfriisk Instituut in Bredstedt werden von der Landesregierung bis 2017 von 230.000 auf 438.000 Euro erhöht.

Die Vorsitzende Inken Völpel-Krohn dankte der Kieler Koalition für deren Initiativen zur Stärkung der Sprachenvielfalt in Schleswig-Holstein. Vom derzeit diskutierten „Handlungsplan Sprachenpolitik“ erhofft sie sich neue Impulse für die Arbeit des Instituts. Eine besonders wichtige Ansprechpartnerin sei die Minderheitenbeauftragte Renate Schnack. Ohne das Engagement des Kreises Nordfriesland wäre der Erweiterungsbau des Instituts, der 2014/2015 realisiert werden soll, nicht möglich gewesen. Das hob die Vorsitzende ausdrücklich hervor.

Prof. Dr. Thomas Steensen berichtete dem Beirat, der unter Leitung seines Sprechers Hans-Meinert Redlin in Bredstedt zu seiner Frühjahrssitzung zusammengekommen war, von einem bunten Strauß von Publikationen. Geplant ist danach eine Neubearbeitung des Nachschlagewerks „Nordfriesland von A bis Z“, kurz vor der Fertigstellung steht ein Taschenlexikon über Sylt. Gut angenommen werden, so Steensen, das „Föhr Lexikon“ sowie der Band „Eiderstedt. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme“. In Vorbereitung seien zudem mehrere mit der Kreisstadt Husum verbundene Schriften, unter anderem eine kommentierte Ausgabe der autobiografischen Erzählung „Ellen Olestjerne“ von Franziska zu Reventlow in der Reihe „Nordfriesland im Roman“.

Am Friesischen Seminar konnte eine Qualifikationsstelle eingerichtet werden, deren Inhaber, der Akademische Mitarbeiter Temmo Bosse, eine Promotion anstrebt. Das berichtete Prof. Steensen in seinem Überblick zum Fach Friesisch an der Universität Flensburg, der das Nordfriisk Instituut als An-Institut verbunden ist.

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erstellt am 07.Mai.2014 | 08:00 Uhr

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