"Gemeinschaftliches Wohnen" : Neubürger unterstützen Trommelberg-Initiative

Wohnprojekt-Initiative stellte sich vor. Neubürger wollen Unterschriftenliste vorbereiten.

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15. Februar 2013, 09:31 Uhr

Husum | Das jüngste Treffen Husumer Neubürger in der Altenbegegnungsstätte stand ganz im Zeichen "Gemeinschaftlichen Wohnens". Ilse Tekampe, die Leiterin der Gruppe, hatte dazu Vertreter der Wohnprojekt-Initiative "Trommelberg" eingeladen, die zunächst über die Entstehungsgeschichte des Vorhabens sowie den aktuellen Stand der Dinge berichteten. So erfuhren die gut zwei Dutzend Zuhörer, dass Vertreter der Stadtverwaltung und der Projektgruppe noch in dieser Woche nach Kiel führen, um mit der Investitionsbank und anderen offiziellen Stellen über etwaige Fördermöglichkeiten zu sprechen. Das sei insofern wichtig, als die Initiative auf dem Gelände nicht nur Generationen-übergreifendes Wohnen, sondern auch eine Mischung aus Eigentum, Miet- und sozialem Wohnungsbau verwirklichen wollte. Dazu bedürfe es jedoch der größtmöglichen Unterstützung durch die öffentliche Hand.

Von zentraler Bedeutung ist für die "Trommelberger" auch der Erhalt des Pestalozzi-Schulgebäudes, weil es das Quartier zum einen über Jahrzehnte hinweg geprägt habe und es dort Räume gebe, die später für gemeinschaftliche Zwecke genutzt werden könnten. Die Projektgruppe ist seit nunmehr drei Jahren aktiv und hat bereits zahlreiche Gespräche mit Verwaltung, Politik, Stadtplanern, Genossenschaften und Vertretern anderer Wohnprojekt-Gruppen geführt. Mit der Verwaltung verhandelt eine Planungsgruppe seit zwei Jahren über einen Anhandgabevertrag für das Grundstück und kann sich - wenn es denn losgehen sollte - auf einen Kreis von derzeit rund 70 weiteren Interessenten stützen.

Im Verlaufe der angeregten und sachkundigen Diskussion wurde deutlich, dass Wohnprojekte andernorts bereits Gang und Gäbe seien - nur leider nicht in Husum, wo offenbar noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten ist. Mit ihren Gästen waren die Besucher des Neubürger-Treffs einer Meinung, dass "dieses Vorhaben längst überfällig ist" und der Stadt gut zu Gesicht stünde. Nachfrage sei auf jeden Fall vorhanden, hieß es. Das zeigten nicht zuletzt Projekte, die andernorts in Deutschland - auch in Schleswig-Holstein - bereits mit großem Erfolg in die Tat umgesetzt worden seien. "Es muss etwas passieren, damit dies endlich auch hier bei uns geschieht", sind sich die "Neubürger" einig. Von Politik und Verwaltung wünschten sie sich, dass diese das Projekt nach Kräften unterstützten. Um ihren Teil dazu beizutragen, wollen sie eine Unterschriftenliste vorbereiten und unter anderem in der Altenbegegnungsstätte auslegen. Die soll dann vor der Stadtvertretersitzung am 21. März Bürgermeister Uwe Schmitz überreicht werden.

Einige Neubürger haben zudem schon angekündigt, dass sie sich aktiv an dem Projekt beteiligen wollen. Die Gruppe trifft sich jeden zweiten Montag im Monat in der Altenbegegnungsstätte.

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