zur Navigation springen

Forschertag in Tetenbüll : Naturwissenschaft mal ganz praktisch

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Beim Forschertag an der Grundschule Tetenbüll experimentierten die Kinder auch mit Generatoren und Biokunststoffen. Der Forschungsexpress der Uni Kiel machte es möglich.

Er erinnert an ein Chemielabor, einer der Klassenräume der Grundschule Tetenbüll, Außenstelle der Gardinger Theodor-Mommsen-Schule. Schüler wuseln in weißen Kitteln, mit Schutzbrillen und Arbeitsbögen ausgerüstet, herum. Kein Wunder, denn auf dem Stundenplan steht „Forschertag“. Es qualmt auf dem Lehrertisch, mal mehr, mal weniger. Vor den staunenden Augen der Kinder hantiert Chemikerin Barbara Grotemeyer gemeinsam mit Lehrerin Bettina Ehlert mit verschiedenen Materialien, die sie über einer brennenden Kerze erhitzen. „Wir wollen herausfinden, was anfängt zu brennen und was vielleicht nicht, und wie lange es dauert“, so die Anweisung der Fachfrau. Sie zeigt zunächst, wie es geht.

„Ist ja kinderleicht“, ruft ein Schüler in die Runde. Er darf sich wie jeder andere auch ausprobieren und die Ergebnisse in der Arbeitsmappe eintragen. Ein Holzstück, Nagel, Holzwolle und Stahlwolle – auf einer Wäscheklammer drapiert – versucht er nun über der Flamme in Brand zu setzen. Jedes Mal zählen die Kinder die Sekunden mit, bis die Stoffe Feuer fangen. Weitere Experimente folgen Schlag auf Schlag. Mit viel Elan sind die Schüler bei der Sache.

Auf Einladung der Schule sind die externen Fachleute vom IPN-Leibnitz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik mit ihrem Forschungsexpress, einem Projekt der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität Kiel, angereist. Sie wollen nicht nur den 52 Schülern sowie elf Vorschulkindern zeigen, wie mit einfachen Gegenständen aus dem Haushalt, Wissenschaft greif- und erlebbar gemacht werden kann, sondern gleichzeitig den Pädagogen erläutern, wie einfach sie ihnen die Themen kindgerecht aufbereiten können.

Außerdem dient der Unterricht als Baustein für die erneute Bewerbung der Einrichtung um die Auszeichnung Zukunftsschule. „Mit diesem Projekt bewerben wir uns als eine von zehn Schulen landesweit zum dritten Mal. Zukunftsschule sind wir seit 2009“, erläutert die stellvertretende Schulleiterin, Susanne Preuß.

In vier Gruppen wird gearbeitet. Sechs Mütter und ein Vater unterstützen, wobei die Eltern, Angela di Renzo und Manfred Lührs als Fachleute für regenerative Energien, selbst als Referenten agieren. „Wir haben einen Generator gebaut und versuchen gerade eine Glühlampe zum Leuchten zu bringen“, berichtet Lührs, dabei darf jeder Schüler selbst probieren. „Die Kinder sind sehr wissbegierig und haben gute Ideen“, so Lührs. Ihm sei es wichtig, dass sie Zusammenhänge zwischen Energiegewinnung und deren Auswirkungen auf die Umwelt begreifen. Daraus würden die Kinder selbst ein Umweltbewusstsein entwickeln und kritisch damit umgehen.

„Wir beschäftigen uns spielerisch mit dem Thema Windkraft“, erklärt Lehrerin Uta Schulze-Underwood, während sie mit den Kleinen Windmühlen bastelt. Die Biologin Claudia Herges kümmert sich um das Thema Stärke als Speicherstoff in Pflanzen. Auch sie macht verschiedene Versuche und stellt mit den Kinder aus Stärke sogar einen Biokunststoff her. Am Ende werden die Ergebnisse vorgestellt und viel zu schnell – wie alle finden – geht ein interessanter Schultag zu Ende. Info unter www.forschungsexpress.de.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert