Bedrohte Art : Naturschützer setzen 4000 Kröten aus

Setzen junge Knoblauchkröten aus: Janis Ahrens, Lina Hartrampf und Niels Damm (v.l.).
Setzen junge Knoblauchkröten aus: Janis Ahrens, Lina Hartrampf und Niels Damm (v.l.).

4000 junge Knoblauchkröten werden in der Bordelumer Heide ausgesetzt. Die Art ist dort vom Aussterben bedroht.

shz.de von
07. Juli 2018, 20:00 Uhr

Die Knoblauchkröte ist bedroht: „Die Bestände dieser Amphibienart in Nordfriesland gehen besorgniserregend zurück“, sagt Janis Ahrens von der Stiftung Naturschutz SH. Die dramatische Entwicklung zeigte sich zuletzt an Fangzäunen bei der B 5. „2005 konnten wir entlang dieser Schutzvorrichtung noch große Mengen dieser Tiere aufsammeln“, so Ahrens. 2017 sei keine einzige Kröte gefunden worden. Ursachen sind ein dramatischer Lebensraum-Verlust und die „Verinselung“ verbliebener Populationen. Mit einem aufwändigen Nachzuchtprogramm stemmt sich die Stiftung gegen das lokale Aussterben der europaweit geschützten Knoblauchkröte. Aus in Langenhorn, Jardelund und Ladelund gesammeltem Laich wurden in der Aufzuchtstation der dänischen Firma AmphiConsult Mini-Kröten großgezogen, die bis zu zehn Jahre alt werden. Das Zuchtprogramm läuft vier Jahre lang. „Wir werden jährlich 1000 ausgewachsene Jungkröten in strukturreichen Heidebereichen freilassen, um ihren Bestand langfristig zu sichern“, so der Amphibienexperte Niels Damm. Hierfür wurden mit Unterstützung des Kreises NF auf Flächen der Landesforsten sowie in den Gemeinden Bordelum und Langenhorn sechs bestehende Kleingewässer saniert.

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