Projekt für junge Leute : Naturparadies mitten in Hattstedt

Täglich, auch an den Wochenenden, muss das Beet gepflegt  werden.
Täglich, auch an den Wochenenden, muss das Beet gepflegt werden.

Das Jugendzentrum Hattstedt errichtet den dritten Baustein im Natur-Projekt, ein Hochbeet wurde angelegt. Die Jugendlichen kümmern sich um das Beet, es muss auch am Wochenende versorgt werden. Die Kräuter werden in der Zentrums-Küche genutzt.

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13. Juli 2014, 09:00 Uhr

Kinder und Jugendliche haben in dieser hoch technisierten Welt meist immer weniger Bezug zur Natur. Das meint auch die Leiterin des OK-Treffs in Hattstedt, Beate Jensen-Holthusen. Genau deshalb hat sie mit Unterstützung der Ehrenamtler des Fördervereins, voran mit dessen Vorsitzenden, Jörgen Bruhn, das Baustein-Projekt „Natur“ initiiert. Es kommt gut an.

Vivian Aban, Lara Jäger, Sara Rims, Dana Hunecke und Chiara Lange sind happy. Jeden Tag sprießt mehr Grün im nagelneuen Hochbeet vor dem Domizil in der Bahnhofstraße. „Das wächst ziemlich schnell“, ist sich das fröhliche Fünfer-Team einig. Sie haben die Patenschaft und damit die Verantwortung für das Beet übernommen und sind für das tägliche Wässern, Durchharken, Unkraut jäten und Tagebuch führen zuständig – und das auch an den Wochenenden. Kräuter, von Dill über Kresse, bis hin zu Radieschen, Rettich, Wurzeln oder Zwiebeln sind eingesät worden. „Das brauchen wir, wenn wir kochen“, berichtet Vivian stolz. Sie ist mit ihren Mitstreiterinnen fast täglich im Treffpunkt der Hattstedter Jugend zu finden. Langeweile, fährt sie fort, gebe es nie. „Beate hat immer gute Ideen“, ergänzt Lara. Nach dem Motto „viele Hände machen der Arbeit bald ein Ende” ist das Hochbeet – übrigens wie das Saatgut vom Förderverein und mit Hilfe des Kreisjugendringes gesponsert – an zwei Nachmittagen fertiggestellt. Holzzuschnitt und Zusammenbau ist am ersten Tag über die Bühne gegangen. Am darauf folgenden Tag ist das Bauwerk wiederum in Teamwork mit Kompost und gestifteter Muttererde aufgefüllt worden. Spaten, Schaufeln und eine Schubkarre haben Gemeindevertreter beigesteuert.

„So haben die Kinder und Jugendlichen einen Einblick in die Pflanzenwelt bekommen und sie erleben, wie selbst angebaute Kräuter und Gemüse verarbeitet werden“, erklärt die Einrichtungs-Leiterin. Das Hochbeet ist übrigens der dritte Baustein im Projekt Natur. Im Frühjahr ist ein Insektenhotel entstanden. Derzeit erarbeiten die Kinder und Jugendlichen an Insektentafeln. Darauf werden in Kurzform Informationen über die Tierarten erstellt. „Die Kiddies sind ganz schön wissbegierig und sie geben sich viel Mühe. Das Hotel hat schon viele Bewohner“, freut sich Jensen-Holthusen. Nicht zuletzt werden sie auch durch den kunterbunten Naturgarten mit den heimischen Wildblumen und –kräutern angezogen. Zusätzlichen fachlichen Rat hat sich die Leiterin von den Ehrenamtlern im Naturzentrum Mittleres Nordfriesland in Bredstedt geholt. „Wir sind zu einer Führung eingeladen worden“, so die Leiterin. „Das ist ein richtig tolles Projekt. Besseres kann den Jugendlichen gar nicht passieren“, meint Annemarie Matthießen vom Naturzentrum Bredstedt dazu.

Viele Einwohner, weiß der Vorsitzende des Fördervereins, schauen sich das kleine Naturparadies bei Spaziergängen an. Aktuelles wird jeweils auf der Homepage sowie über Facebook veröffentlicht. Die Öffnungszeiten sind montags 15 bis 18, dienstags 15 bis 22, donnerstags 15 bis 20, freitags 15 bis 22 Uhr. Info: www.ok-treff-hattstedt.de oder 04846/693418.

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