Naturerlebnisraum ist endlich fertig

Sabine Müller, Regine Balzer, Casey Rudolph und Otto Huß  (v. l.) geben das Areal zwischen Altstadt und  Seebüll  frei.  Foto: hem
Sabine Müller, Regine Balzer, Casey Rudolph und Otto Huß (v. l.) geben das Areal zwischen Altstadt und Seebüll frei. Foto: hem

Friedrichstadt investierte mehr als 320 000 Euro in den Umbau des alten Schulwalds am Westersielzug

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02. Oktober 2012, 07:28 Uhr

friedrichstadt | "Auf alle Eventualitäten eingestellt" waren die Veranstalter anlässlich der feierlichen Einweihung des Naturerlebnisraums. Pastor Michael Jordan bedauerte zwar zu Beginn seiner Andacht: "Schade, dass wir nicht draußen sein können - aber wenigstens geht der Blick nach draußen." Auch Ernst Otto Huß, Vorsitzender vom Ausschuss Umweltschutz, Landschaftspflege, Energie und Technik hatte aus den Räumen der Rudergesellschaft das Umfeld draußen im Blick - und unterbrach: "Lasst uns die Sonne zum Hinausgehen nutzen." Zuvor hatte Bürgermeisterin Regine Balzer betont: "Es war ein langer, beschwerlicher Weg bis hierher. In den Unterlagen fand ich meine Beschlussvorlage für den 26. Oktober 2006. Damals beschlossen wir das Konzept als Grundlage für den Antrag auf Förderung." In unzähligen Sitzungen habe Huß in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekten Johannes Kahl aus Rendsburg dem Stadtrat die Planungen vorgestellt. Im September 2009 hagelte es dann nach Worten der Bürgermeisterin Zuckerbrot und Peitsche: "Die Ausschussmitglieder lobten unisono den Entwurf, bemängelten aber die hohen Kosten von rund 329 000 Euro." Abschließend sagte Regine Balzer: "Wir wünschen uns, dass dieser Naturerlebnisraum angenommen wird als Ort zum Entspannen und der freundlichen Begegnungen."

Ernst Otto Huß unterbreitete dann detailliert Daten und Fakten, etwa dass der alte Schulwald vor 57 Jahren angelegt worden und am 6. Mai 2010 der Bewilligungsbescheid eingetroffen sei. Unter Mitwirkung der AktivRegion Eider-Treene-Sorge konnte zudem 2010 die Förderung einer Kanu-Steganlage und ein Teilbereich im Wegebau am Westersielzug erreicht werden. Diese Steganlage ist eine nachhaltige Maßnahme zur Förderung des Kanutourismus an der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge. Damit ist der erste Bauabschnitt fertiggestellt. Im zweiten sind der Ausbau einer Info-Hütte und die Modell Darstellung von Treene, Grachten und Eider mit entsprechenden Schleusen und Sielen vorgesehen.

Lang war die Liste des Dankes, die der Vorsitzende verlas, ehe der Naturerlebnisraum von unter anderem Sabine Müller (ETS), Femke Postel (Ordnungsamt), Wehrführer Birger Thomsen, dem stellvertretenden Bürgermeister Eggert Vogt, Stadtrat Bernd Güldenpenning, Lehrer der beteiligten Schulen, der frühere Friedrichstädter Ordnungsamtsleiter Norbert Engelke sowie mehrere Planer begutachtet wurde. Während des ausgedehnten Rundgangs, auf dem immer wieder anerkennende Worte fielen, lud Stefan Corinth vom Kanuverleih "Kunterbunt" zum Anpaddeln mit vier Booten ein. Dieses Angebot wurde von mehreren Teilnehmern begeistert angenommen, die Treppe bot ideale Einstiegsbedingungen für die älteren und jüngeren Paddler. Den Abschluss der dreistündigen Veranstaltung bildete ein ausgedehntes gemeinsames Kaffeetrinken mit vielen guten Gesprächen.

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