Husum Forscher-Hochburg : Nachwuchstüftler räumen Preise ab

Erster Platz für die App-Entwicklung der Theodor-Storm-Schule Husum (v.  l.): Thore Koritzius, Theresa A. Belz und Nina Schwarz.
Erster Platz für die App-Entwicklung der Theodor-Storm-Schule Husum (v. l.): Thore Koritzius, Theresa A. Belz und Nina Schwarz.

Hermann-Tast- und Theodor-Storm-Schüler aus Husum sind erfolgreich bei Jugend-forscht-Regionalwettbewerb.

shz.de von
06. März 2018, 07:00 Uhr

Der Ort für den Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ war gut gewählt: die Ausstellungshalle der Firma Vishay BComponents in Heide. Das Elektrotechnik-Unternehmen präsentierte sich als Gastgeber und Ausrichter des bedeutenden nachwuchswissenschaftlichen Wettbewerbs.

50 Jugendliche von Schulen an der Westküste sowie aus Rendsburg und Flensburg beteiligten sich mit 29 Entwicklungen und Projekten an dem Wettstreit, der in Schleswig-Holstein in drei Vorentscheiden ausgetragen wurde. In diesem Jahr mussten die Nachwuchswissenschaftler ihre Projekte einer Jury von Wissenschaftlern, unter anderem von der Hochschule Flensburg vorstellen. Für diese ist der Regionalwettbewerb eine gute Gelegenheit, mit jungen Leuten ins Gespräch zu kommen und Netzwerke zu bilden.

Von einem Schiffsmodell zur Reinigung der Meere vom Plastikmüll über eine Blendschutzbrille mit einem speziellen Polarisationsfilter für den Autofahrer bis hin zu einem Farbstoff für den Straßenbelag, der dem Autofahrer eine Glatteis-Warnung signalisieren kann – für diese und andere hervorragende Projekte wurden die Nachwuchstüftler in Dithmarschen ausgezeichnet.

„Hierbei wurde deutlich, dass die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) nicht schwer und trocken sind, sondern Spaß machen und begeistern. Beeindruckend war der große Ideenreichtum“, so Prof. Dr. Anja Vest.

Eine wahre Hochburg mit Nachwuchs-Wissenschaftlern ist Nordfrieslands Kreisstadt Husum. Die Hermann-Tast- und die Theodor-Storm-Schule waren allein mit 18 Projekten am Start. Das spiegelte sich bei der Preisverleihung: Mit der App „FindIT – Suchen war gestern“ zum Aufspüren von verloren gegangenen Gegenständen gewann die Erfindung der Husumer Theodor-Storm-Schülerinnen Theresa Belz, Nina Schwarz sowie von Thore Koritzius in der Kategorie Technik den ersten Preis. Die Jury lobte die professionelle Projekt-Ausarbeitung und Gestaltung der Präsentation.

Auch ein Sonderpreis für das Projekt „Green Latern“ ging nach Husum: an die Schüler Robert Rösner, Henning Strehlow und Thore Koritzius. Dabei handelt es sich um eine autarke Straßenlampe, die eigenständig Strom erzeugt und speichert.

Einen weiteren Sonderpreis für engagierte Talentförderung erhielt in der Feierstunde der Lehrer Andre Rossow von der Eckener Schule Flensburg, der auch an der Hochschule Flensburg unterrichtet.

Die prämierten Nachwuchswissenschaftler fahren jetzt zum Landeswettbewerb „Jugend forscht“ am 27. und 28. März nach Kiel.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen