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Federvieh in Husum : „Nach der Schau ist vor der Schau“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die 60. Grenzlandschau der nordfriesischen Geflügelzüchter war ein voller Erfolg. 2018 sollen auch Ziervögel präsentiert werden.

Statt Musik erklangen jetzt drei Tage lang ganz andere Töne in der Husumer Messehalle – doch Musik in den Ohren der Fans von Federvieh war das Geschnatter, Gezwitscher und Gurren ganz bestimmt. Und eine Augenweide bot sich überdies: Mit sehr viel Liebe zum Detail hatte der Geflügelzuchtverein Husum und Umgegend seine 60. Grenzlandschau ausgerichtet. Imponierend: Mehr als 1000 Tiere stellten die Züchter aus – hinzu kamen 160 Tiere der Jugendgruppe und 100 Brieftauben.

Ein Jahr zuvor hatte der rege Verein noch Pech gehabt: Es war bereits alles aufgebaut, als der Kreisveterinär in der Halle eintraf und die Veranstaltung wegen der damals grassierenden Vogelgrippe untersagen musste. Auch diesmal war Veterinär Dr. Dieter Schulze wieder dabei – als Besucher mit Ehefrau. „In keinem der Ställe unserer Vereinsmitglieder ist jemals die Vogelgrippe ausgebrochen“, signalisierte der Vorsitzende Siegfried Sievertsen, „das passiert doch eigentlich immer bei der Massentierhaltung.“

Schon morgens ab 6 Uhr hatten 13 Preisrichter am ersten Tag der Großveranstaltung die preisverdächtigen Tiere unter die Lupe genommen, berichtete Sievertsen – denn sie mussten um 14 Uhr fertig sein. „Später durfte es auch nicht werden, denn danach wurde in Windeseile unser Katalog erstellt und anschließend gedruckt, der ja auch alle Preisträger dieser Veranstaltung enthält.“ Dank der Ferien hatte der erste Vorsitzende, der bereits seit 23 Jahren mit ungebrochenem Elan an der Vereinsspitze arbeitet, diesmal zusätzlich viele kleine Helfer: „Das war schon richtig eindrucksvoll, wie die Lütten hier voller Begeisterung mitgeholfen haben.“ Lobende Worte kamen auch von Peter Knöfler als Vertreter der Stadt Husum. Messe-Chef Peter Becker bedauerte, dass es seine letzte Schau sei. Die Mitglieder des Geflügelzuchtvereins Husum und Umgegend kommen aus dem Gebiet des ehemaligen Kreises Husum. An der Messe nahmen aber vier nordfriesische Geflügelzuchtvereine aus Husum, Garding, Niebüll und Föhr teil sowie der Taubenclub Nordfriesland und die Schleswiger Vogelfreunde. Bei der Organisationsleitung stand dem Vorsitzenden Vorstandsmitglied Hauke Michelsen zur Seite.

Der Besucher-Zuspruch war während der Grenzlandschau durchweg gut. Für die großen und kleinen Gäste hatten die Vereinsmitglieder im Vorwege kräftig gebacken und eigens eine Cafeteria aufgebaut. „Das gehört doch einfach dazu“, freute sich Siegfried Sievertsen. Er und seine Züchterkollegen informierten über Besonderheiten der Rassen und Tiere – und manches Huhn und mancher Hahn wechselten auf der Grenzlandschau den Besitzer. „Einige Besucher kommen auch hierher, um ihre Völkchen für die Nachzucht aufzufrischen“, verriet Sievertsen. Einen besonderen Preis errang der Husumer Züchter Lothar Poth: Für seine Witwen-Pfeifenten wurde er mit dem Landesverbandspreis ausgezeichnet.

Und wie geht es weiter nach der 60. Grenzlandschau? „Nach der Schau ist doch auch immer vor der Schau. Im nächsten Jahr haben wir noch zusätzlich eine große Menge an Ziervögeln dabei – da wird das Gezwitscher noch etwas lebhafter und die Vielfalt bunter werden“, verspricht Sievertsen. Dann erwarten die Geflügelzüchter noch mehr Besucher und planen entsprechend. Aber schon die diesjährige, mit der Kreisverbandsschau Nordfriesland verbundene Grenzlandschau sei „ein voller Erfolg“ gewesen, bilanzierte er.

Preise für die Besten



13 Preisrichter aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen vergaben diese Preise: Leistungspreise im Jugendbereich: 1. Leif von Dohlen für seine Deutschen Modeneser Schietti, 2. Amelie Emma Oetjens (Deutsche Zwerg-Reichshühner) 3. Moritz Niehus (Kragenköpfe), 4. Jan Reimers (Zwerg-Wyandotten). Zuchtpreise Jugend: 1. Moritz Niehus (Ayam Cemani); 2. Kira Hafenstein (Zwerg-Sussex); 3. Jannek Höhrmann (Zwerg-Rheinländer), 4. Oluf Petersen (Hochbrutflugenten). Neue Jugend-Kreismeister sind 1. Leif von Dohlen; 2. Jan Reimers. Die beste Jugendgruppe kommt aus Garding. Leistungspreise Erwachsene: 1. Rainer Hinz-Triebel (Kölner Tümmler), 2. Stefan Lützen (Zwerg-New Hampshire), 3. Heinz Schmieta (Hamburger Schimmel), 4. Sönke Hansen (Zwerg-Rhodeländer). Zuchtpreise Erwachsene: 1. Arno Cordes (Vorwerk-Hühner); 2. Hark Lorenzen (Holländische Zwerghühner), 3. und 4. Preis Michael Peters (New Hampshire und Streicherenten).

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