Nach dem Orkan – jetzt kommt der Schnee

Ministerpräsident Torsten Albig (r.) gestern mit  dem Direktor des Landesbetriebes für Küstenschutz, Johannes Oelerich, am beschädigten Deich von Strucklahnungshörn auf Nordstrand.
Ministerpräsident Torsten Albig (r.) gestern mit dem Direktor des Landesbetriebes für Küstenschutz, Johannes Oelerich, am beschädigten Deich von Strucklahnungshörn auf Nordstrand.

Schäden im Norden geringer als befürchtet / Probleme im Bahn- und Schiffsverkehr

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07. Dezember 2013, 00:35 Uhr

Mit einem blauen Auge sind die Menschen in Schleswig-Holstein und Hamburg davon gekommen: Sturmtief „Xaver“ hat im Norden keine größeren Schäden verursacht, wie Polizei und Feuerwehr gestern bestätigten. Sie fuhren im ganzen Land rund 2000 Einsätze. Es gab nur wenige Verletzte. In Hamburg löste der Orkan die zweithöchste Sturmflut seit 1976 aus, der Hafen war teilweise gesperrt. Diverse Flüge wurden gestrichen.

Auf den überfluteten Halligen entspannte sich langsam die Lage, die Deiche an der Küste hielten den Wassermassen stand. „Ein Beleg dafür, dass alle aus der Sturmflut von 1962 gelernt und danach die richtigen Entscheidungen getroffen haben“, sagte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD), der sich gestern in Husum über die Auswirkungen des Orkans informierte.

Spitzengeschwindigkeiten erreichte „Xaver“ auf Sylt, wo bis zu 150 km/h gemessen wurden. An der Insel brachen Teile der Küste ab, wie auch auf Föhr und Helgoland. Im Binnenland gab es Spitzenwerte von 160 km/h in der Flensburger Förde.

In Großhansdorf (Kreis Stormarn) war bereits in der Nacht zu gestern eine U-Bahn gegen einen umgestürzten Baum gefahren. Gestern gab die Deutsche Bahn wenige Strecken wieder frei. Der Fern- und Nachtzugverkehr von und nach Schleswig-Holstein sowie nach Dänemark soll heute Mittag wieder anlaufen. Gestern Mittag erreichten schon erste Personenzüge der Nord-Ostsee-Bahn wieder Sylt. Die Fähren zu den Halligen fuhren allerdings gestern nicht, Föhr und Amrum waren nur vormittags erreichbar.

Heute drohen den Schleswig-Holsteinern neue Wetterkapriolen. „Es gibt Schnee und es kann glatt werden“, sagte Wetterexperte Meeno Schrader. Seite 2 & 3, 13, 14, 16, NF-Seite

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