zur Navigation springen

Neustart in Breklum : „Musikuss“ – Premiere für drei Chöre

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Premiere in der Kirche verzauberte das Publikum: Drei Chöre gaben in Breklum ein gemeinsames Konzert. Die Leitung hatte der Bredstedter Heinz-Ulrich Meyer-Petersen.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Einmal mehr zeigte sich, dass Breklum auch musikalischer Mittelpunkt im Kirchenkreis sein kann. Einen Liederabend der Extra-Klasse erlebten die Zuhörer in der Breklumer Kirche. Das was die im März vergangenen Jahres verstorbene Kirchenmusikerin Barbara Leo in vielen Jahren ihrer ehrenamtlichen Arbeit begründet hatte, ist ihr Erbe an ihren Nachfolger, den Bredstedter Heinz-Ulrich Meyer-Petersen.

Mit viel Engagement und Herzblut war er ihrem Wunsch gefolgt und hatte die Leitung des Breklumer Kirchen- sowie des Kinderchores übernommen. In der Zeit des Neustarts entstand ein Kammermusik-Chor. Der wohlklingende Name „Musikuss“ war schnell gefunden. Der hatte nun mit den 20 Sängern im Rahmen des Konzertes zudem Premiere. Alle drei Chöre gestalteten das kurzweilige Programm.

Bereits mit dem raumfüllenden Lobgesang „March of Prince of Denmark“ des Komponisten Jeremy Clark mit Orgelbegleitung durch Jürgen Henschen war klar, dass es besonders werden würde. Spaß machte es, den Kindern zuzuhören und zu beobachten, wie sie fröhlich und unbefangen mit viel Gestik und Mimik Lieder von dem Papagei, der ein Vogel ist, vortrugen, oder mit unterstützenden Rhythmusinstrumenten spanisches Flair in das Gotteshaus brachten.

Die Akteure des Kirchenchores erfreuten sowohl mit geistlichen Gesängen, wie „Es tagt, der Sonne Morgenstrahl“ oder „Die beste Zeit im Jahr ist mein“, als auch mit plattdeutschen Liedern. Das durch Knut Kiesewetter bekannt gewordene Lied „Min Freesenhof“ erhielt durch den vierstimmigen Satz ein ganz neues, eindrucksvolles Klangbild. Musikuss überraschten mit Songs, wie „Fields of Gold“ von Sting oder dem Evergreen „Somewhere over the rainbow“ von Harold Arlen. Auffällig war die präzise Umsetzung jedes Tones, Taktes und des Wechselspiels zwischen lauten und leisen Passagen. Jedes Wort war zu verstehen. Absolute Stille herrschte, als das „Laudate Dominum“ von Wolfgang Amadeus Mozart oder „Morgengebet“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy zelebriert wurden.

Zwischendurch stimmte Antje Petersen mit Gedichten auf den anbrechenden Herbst ein. „Sie haben durch Ihre musikalische Arbeit in unserer Gemeinde noch einmal besondere Akzente gesetzt“, lobte Pastor Arend Engelkes, der die Gemeinde nicht ohne Segen entließ. „Das war Musik für Herz und Seele“, bekannte ein sichtbar dankbarer Gast beim Hinausgehen. Zufrieden war auch der musikalische Leiter. „Die Arbeit mit den Sängern macht Spaß“, erklärte er. Er denke schon an ein ähnliches Konzert im kommenden Jahr.

Sein Wunsch wäre, Zuwachs im Kinderchor, insbesondere für das geplante Weihnachtsmusical. Mittwochs ab 17 Uhr werde im Luther-Hof geprobt. Jeder junge Nachwuchssänger sei willkommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen