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Open-Ei-Musikfestival in Witzwort : Musik satt für den guten Zweck

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zehn Bands und Interpreten begeisterten beim Open-Ei in Witzwort das Publikum. Einen Gastauftritt bekam ein junger Opernsänger aus Albanien, der derzeit als Flüchtling in Seeth lebt.

Das Leben ist nicht immer ein Wunschkonzert, doch beim siebenten Witzworter Benefiz-Festival „Open Ei“ erfüllten sich drei Wünsche. Der neue Organisator Michael Nymand freute sich mit seinem Team über fast durchweg trockenes Wetter, einige Stunden schien sogar die Sonne. Nur ein kurzer Schauer ging gegen Abend nieder. Auch der „Vater des Ei“, Maik Schultze, erhielt sein persönliches Geschenk: die Nacht der Legenden. Michael Jackson alias Joachim Wrig, Falco in Person von Thomas Thomsen und Elvis alias Tom Miller waren für eine 90-minütige Power-Show „auferstanden“. Sie rissen die Besucher zu Beifallsstürmen hin.

Einen Traum durfte sich der studierte Opernsänger Alban Floqui erfüllen. Der aus politischen Gründen aus seiner Heimat geflohene 25-jährige Albaner erhielt spontan einen Gastauftritt auf der großen Bühne. Mit drei Arien sang er sich in die Herzen der Zuhörer. Für Minuten war es mucksmäuschenstill auf dem Platz. Nymand hatte den jungen Mann am Vorabend auf dem von ihm mitorganisierten Begegnungsabend für Migranten kennengelernt (Bericht siehe unten).

Nur ein kleiner Wermutstropfen musste verdaut werden. Der Besucherrekord des Vorjahres von mehr als 3000 Gästen konnte zumindest, so Nymand, gefühlt nicht geknackt werden. Er vermutete einen Zusammenhang mit den gleichzeitig stattfindenden Husumer Hafentagen. Dennoch konnte er bereits gegen 19 Uhr verkünden, dass 2500 Euro im Spendentopf, also auch 2500 Gäste vor Ort waren. Wären viele der Urlauber eingekehrt, die mit ihren Fahrzeugen am frühen Nachmittag wegen eines Verkehrsunfalls auf der B  5 durch das Dorf umgeleitet worden waren, hätte es mit Sicherheit anders ausgesehen. Doch Nymand war zufrieden. „Wir wollen ja durchaus familiär bleiben“, sagte er.

Der Erlös geht an eine Einrichtung für Menschen mit Hirnschädigungen in der Region sowie an die Jugendarbeit in Witzwort.

Auch Bürgermeister Willi Berendt mischte sich unter das Volk. Gewohnt locker führte Carsten Kock von Radio Schleswig-Holstein (RSH) durch das Programm. Er begrüßte mit seinen Co-Moderatoren DJ Basti und DJ David die Musikfans. DJ Tarik sorgte parallel für Programm für Kinder mit verschiedenen Aktionen. Außerdem gab es Hüpfburgen, einen Flohmarkt und ein Pfadfinderlager. Auftritte gab es auf drei Bühnen der Hauptsponsoren AVK, Gala-Kirsch und MFZ. „Ohne die Sponsoren und freiwilligen Helfer geht es nicht. Es ist genial, was gemeinsam auf die Beine gestellt wurde“, lobte Carsten Kock.

Nach dem Motto „Wacken war gestern“ genossen die Gäste ein fast zwölfstündiges musikalisches Feuerwerk. Zehn Bands und Interpreten – darunter „VierPunktEins“, „Ceenot 71“, Mike Kazmeier, „4Rocks“ – rockten die Bühne oder sorgten für ruhigere Klänge, wie das Duo „Traum und Zeit“, oder für handfesten Folk, wie „Unkenruf“. DJ-Ötzi-Double Kai Christiansen riss einmal mehr die Zuhörer von ihren Bänken. Die „Barkeeper“ der Jugendwehr „Roter Haubarg“ hatten auf der „Insel ohne Alkohol“ alle Hände voll zu tun. Die Mitglieder der „großen“ Wehr sorgten für Verköstigung. „Das war ein langer Tag, aber der Einsatz hat sich gelohnt, und es hat Spaß gemacht“, stellte Ehrenamtlerin Heidi Meves fest.

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