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Festival der Auszubildenden : Musik nonstop aus beiden Richtungen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Konzept des ersten „Turn-around“-Festivals im Husumer Nordsee-Congress-Zentrum ist voll aufgegangen. Messechef Peter Becker, aber auch das Publikum und die Auszubildenden waren am Ende rundum zufrieden.

Das erste „Turn-around“-Festival im Nordsee-Congress-Centrum war ein voller Erfolg. Mehr als 300 überwiegend junge Musikfans hatten sich schon vor Tagen Karten gesichert, um bei dieser Premiere dabei zu sein. Immerhin handelte es sich nicht um irgendein Festival, sondern um die Abschluss-Arbeit von Mathis Moßner, einem angehenden Veranstaltungstechniker im NCC.

Im Januar hatte Moßner seine Mit-Auszubildenden aufgefordert, das Festival gemeinsam mit ihm eigenständig auf die Beine zu stellen. Alle waren sofort Feuer und Flamme und machten sich an die Arbeit: Techniker und Veranstaltungskaufleute, aber auch die Azubis aus Marketing und Buchhaltung.

Schon die Idee klang verheißungsvoll: Von 17 Uhr an sollten neun Bands acht Stunden lang nonstop Musik machen – und das zu einem Eintrittspreis von gerade einmal sieben Euro. Clou des Abends war das „Turn Around“: An beiden Seiten des Saals hatten die Azubis Bühnen aufgebaut. Sobald die eine Band fertig war, fing gegenüber die nächste an zu spielen. Die Gäste mussten sich einfach nur umdrehen: „turn around“ eben.

Knapp eine Stunde vor Festivalbeginn war beim jungen Team von Aufregung nicht viel zu spüren. Jeder stand an seinem Platz, und auch das Telefon von Kristin Hultzsch, die für den reibungslosen Ablauf verantwortlich war, klingelte nur selten. Und wenn doch, dann wurden die Probleme, etwa das Hereinlotsen spät eintreffender Bandmitglieder oder die Suche nach einer Steckdose für den Fön in der Garderobe, zügig gelöst. Und Mathis Moßner wirkte mit seiner besonnenen Art auf die anderen wie ein Fels in der Brandung. Erst zehn Minuten vor dem Start gab er zu: „Jetzt werde auch ich langsam hibbelig.“ Sprach’s und schlenderte gelassen davon.

Backstage hingegen herrschte so etwas wie freudige Aufbruchstimmung: „Ich wünsch’ mir nur noch, dass es endlich losgeht“, gestand der Sänger einer Band, die allerdings noch mehr als drei Stunden auf ihren Auftritt warten musste. Als erste durfte nämlich „Crude Influence“ das Publikum rocken. Ihr folgten „Lioba & Band“, „Falling Gravity“ und „Satellite on Earth“. Dann zeigten die „Kleinstadtpioniere“, was sie drauf haben, und nach ihnen dann noch „Melted Ego“, „The Monster in Room 77“, „Deichbrecher“ und „InFlator“. Gefeiert wurden sie alle.

Große Probleme habe es, so Hultzsch, weder bei den Vorbereitungen noch am Festivalabend gegeben. Nur das extrem gute Wetter erwies sich als kleiner Wermutstropfen: Beim Start um 17 Uhr war das Publikum zwar gut drauf, aber noch recht übersichtlich. Das änderte sich im Laufe des Abends, und so konnte sie gegen 23 Uhr bereits ein positives Resümee ziehen: „Das Konzept der zwei Bühnen geht optimal auf. Die Musiker sind durchweg positiv gestimmt, und das Publikum lobt die Bands und die Techniker“, freute sich Hultzsch. Und das nicht minder positive Fazit am Sonntagmorgen, nach der After-Show-Party, lautete: „Für eine Erstveranstaltung hätte es besser nicht laufen können.“ Das sah auch Messechef Peter Becker so. Und da die Künstler auf Gage verzichteten, dient der Erlös auch noch einem guten Zweck: In diesem Jahr geht er an den Runden Tisch Husum – zur Unterstützung der unabhängigen Frauengruppe.

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