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14. Husumer Kulturnacht : Musik, Kunst und Museen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

26 Einrichtungen lockten die Besucher der 14. Husumer Kulturnacht – und die kamen zahlreich zwischen 18 Uhr und Mitternacht.

von
erstellt am 03.Jul.2017 | 11:00 Uhr

Es war ein voller Erfolg: „Insgesamt haben rund 2000 Besucher die 14. Kulturnacht besucht“, schwärmte Franziska Horschig vom Museumsverbund Nordfriesland. „Einige Einrichtungen haben am Abend sogar noch Eintrittsbändchen nachordern müssen, weil sie nicht genug hatten.“

Wie zum Beispiel der Speicher in der Hafenstraße, wo die Big-Band Beatfactory und die Salsa-Band Stormenta der Theodor-Storm-Schule ständig für ein brechend volles Haus sorgten. „Wir haben schon zwei Mal neue Bändchen holen müssen“, so Jan-Martin Feddersen an der Kasse. Rund 120 Besucher jeden Alters drängten sich um die Bühne, der Rest hörte von draußen vor der Tür zu.

Auch vor dem Nationalparkhaus standen Gäste, die im Inneren keinen Platz mehr gefunden hatten, als der Olderuper Gospelchor im dortigen Weltladen für Stimmung und gute Laune sorgte. „Das war echt gut“, befand Vize-Bürgervorsteher Lothar Pletowski. Es seien auch viele ihm unbekannte Gospel unter den Stücken gewesen. Besonders gut habe ihm bei einem Lied die Abstimmung im Publikum gefallen, ob es denn nun auf Englisch, auf Deutsch oder auf Plattdeutsch gesungen werden sollte. „Am Ende war die Sache schnell entschieden – und natürlich hat die plattdeutsche Version gewonnen“, erzählt er.

In der Kunstakademie für Spätberufene von Anja Pletowski war Mitmachen angesagt: Die Besucher konnten sich nicht nur die Ausstellung ansehen, sondern selber Drucktechniken ausprobieren – ein Angebot, dass Imke Heyer und Martin Kühn aus Kiel gerne annahmen: „Wir sind nur zufällig übers Wochenende hier in Husum, nicht gezielt wegen der Kulturnacht“, sagte Kühn. Aber da sich ein Besuch ja anbiete, wenn man schon mal da sei, hätten sie sich auf den Weg gemacht. „Und es gefällt uns sehr gut.“

Zum ersten Mal dabei war die Schulband der Ferdinand-Tönnies-Schule, die unter Leitung von Musiklehrer Stefan Finke im Mädchen-Treff für rockige Töne und große Begeisterung beim jungen Publikum sorgte. „Wir sind vom Veranstalter gefragt worden, ob wir nicht Lust zum Mitmachen hätten – und haben sofort zugesagt“, so Finke. Die Resonanz sei so toll, dass er sich für die nächste Kulturnacht eine Ausweitung der Aktivitäten vorstellen kann. „Die Schüler haben noch so viel mehr verschiedene Talente, die sie präsentieren können“, ist er sich sicher.

Alle teilnehmenden Einrichtungen konnten zufrieden sein: Bei bestem Wetter strömten die Besucher kreuz und quer durch die Stadt, um entweder möglichst viel mitzunehmen oder aber auch bei ganz speziellen Angeboten länger zu verweilen – und es war wirklich für jeden etwas dabei. Zwischen der Eröffnungsveranstaltung im Rittersaal des Schlosses vor Husum mit Ansprachen von Bürgermeister Uwe Schmitz und dem Vorsitzenden des Vereins Kulturnacht, Uwe Haupenthal, die vom Dragseth-Trio musikalisch begleitet wurde, bis zum geistlichen Ausklang des Abends in der Marienkirche, wo auch wieder halbstündlich die beliebten Turmführungen angeboten waren, spannte sich ein weiter Bogen von Attraktionen musikalischer, literarischer und filmischer Art, von Sondervorführungen in den Museen der Stadt und vielen weiteren, ganz unterschiedlichen Events. Kein Zweifel: Die Kulturnacht ist quicklebendig.

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