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Wechsel beim Kulturtreff : Museums-Verein mit neuer Chefin

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Hilke Herzberg übernimmt den Vorsitz des Kulturtreffs für das Museum der Landschaft Eiderstedt in St. Peter-Ording. Sie löst Peter Brancke ab, der das Amt drei Jahre inne hatte. Vor ihr und ihrem Team liegt nun unter anderem der Abschluss des Zertifizierungsverfahrens.

Zum ersten Mal in seiner Geschichte wird der Verein Kulturtreff von einer Frau geleitet. Hilke Herzberg wurde in der Mitgliederversammlung mit deutlicher Mehrheit zur Vorsitzenden bestimmt. Der Verein ist für das Alltagsgeschäft und die inhaltliche Arbeit im Museum der Landschaft Eiderstedt in St. Peter-Ording zuständig. Er wurde 1998 gegründet und zählt derzeit 166 Personen und elf Kommunen zu seinen Mitgliedern. Das Gebäude selbst gehört der Gemeinde St. Peter-Ording, die Sammlung des Museums ist in der Verantwortung des Amtes Eiderstedt.

Hilke Herzberg setzte sich in geheimer Wahl gegen den bisherigen Amtsinhaber Peter Brancke durch, der drei Jahre an der Spitze gestanden hatte. Sie arbeitet schon seit elf Jahren im Vorstand. Zur ersten stellvertretenden Vorsitzenden wurde Petra Jänsch gewählt, die dieses Amt im Mai von Museumsleiter Peter Bothe übernommen hat. Er hatte sich damals aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand zurückgezogen. Zweiter Stellvertreter bleibt Claus Heitmann und Kassenwart Ove Ohls. Zum Nachfolger von Schriftführer Hans-Peter Dreesen wurde Wolfgang Meyer bestimmt. Die Beisitzer sind Eva-Maria Domnick, Gudrun Fuchs (Vertreterin des Eiderstedter Heimatbunds), Richard-Flohrs Richardsen (Gemeinde St. Peter-Ording) und Eiderstedts Amtsvorsteher Christian Marwig.

Die dreistündige Zusammenkunft war geprägt von einem ausführlichen Rückblick auf die Museumsarbeit sowie durch intensive Diskussionen über Formalien und Inhalte. In deren Verlauf wurde immer wieder deutlich, dass nicht jedermann mit der Art und Weise der Amtsführung des ehemaligen Vorsitzenden einverstanden gewesen war, wobei die inhaltliche Arbeit nicht kritisiert wurde.

In den vergangenen drei Jahren hatte sich der Vorstand die weitere Modernisierung des Hauses in der Olsdorfer Straße zur Aufgabe gemacht. So wurde am äußeren Erscheinungsbild, an Leitbild, Konzept, Marketing, Internetauftritt und Betriebsorganisation, aber auch an der vorhandenen Technik, an Sicherheit und Brandschutz gearbeitet, wie Brancke in seinem Bericht erklärte. Als krönender Abschluss der Bemühungen stellt sich das Museumsteam nun dem Zertifizierungsverfahren. In der zweiten Jahreshälfte soll die abschließende Begutachtung durch eine Jury stattfinden. Bereits im Dezember hatten sich Dr. Bernd Bünsche (Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen), Dagmar Rösner (Schleswig-Holsteinischer Heimatbund) und Ulrich Schulte-Wülwer (Museumsberg Flensburg) einen ersten Eindruck verschafft.

5000 Besucher zählte das Museum im vergangenen Jahr, allein 1000 kamen zu den Veranstaltungen, wie Kultur und Literatur unter Reet sowie Führungen und Vorträge. „Damit kann man nicht zufrieden sein“, sagte Brancke. Das Museum beteiligte sich außerdem an dem sommerlichen Straßenfest „Donnerstag im Dorf“. 54 Trauungen wurden vorgenommen. In diesem Jahr soll wieder das Stöpenfest stattfinden.

In ihren Grußworten lobten St. Peter-Ordings Bürgervorsteher Boy Jöns und Amtsdirektor Herbert Lorenzen die Arbeit der Ehrenamtler. „Die außerordentlich schwere Aufgabe wird vom Verein mit Bravour geleistet“, sagte Jöns. Es sei wichtig, etwas Identitätsstiftendes wie das Museum für Ort und Region zu erhalten. „Sie sind ein gutes Stück vorangekommen“, lobte Lorenzen Peter Brancke. Er appellierte an die Eiderstedter Gemeinden, die noch nicht Mitglied sind, dieses zu ändern. Hilke Herzberg dankte abschließend ihren Vorgänger, für die zielorientierte Modernisierung des Museums, die er begonnen hat.

 

 

 

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erstellt am 03.Feb.2014 | 12:00 Uhr

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