St. Peter-Ording : Museum verzeichnet mehr Besucher

Die Geschichte Eiderstedts vom 8. Jahrhundert bis in die Gegenwart wird auf zwei Ebenen anschaulich dargestellt.
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Die Geschichte Eiderstedts vom 8. Jahrhundert bis in die Gegenwart wird auf zwei Ebenen anschaulich dargestellt.

7005 schauten sich im vergangenen Jahr die Ausstellung im Museum Landschaft Eiderstedt an, ein Jahr zuvor waren es noch 4878.

shz.de von
30. Januar 2018, 17:00 Uhr

St. Peter-Ording | Reichhaltig und vielfältig war das Jahr 2017 für das Museum Landschaft Eiderstedt in St. Peter-Ording. Zu dem Engagement der Ehrenamtler beim jährlichen Putztag wird deren Unterstützung vor allem bei den vielen Veranstaltungen offensichtlich. Ob Lesungen, Ausstellungen, Führungen, Saisoneröffnung, internationaler Museumstag, Eiderstedttag, Kulturhimmel und mehr – ohne Ehrenamtler wäre das nicht zu schaffen. Im März die Porzellan- und im November die Kunstsprechstunde haben sich zu einem Highlight entwickelt, höchst attraktiv war die Ausstellung zu Hein Hoop, der Filmvortrag über das Eidersperrwerk sorgte für eine volle Loo. Die Führungen für Kinder unter dem Thema „Wie hat man hier früher gelebt“ sind sehr gut angenommen worden. Der Heimatbund Landschaft Eiderstedt hielt im MLE eine Vorstandssitzung ab.

Das große Engagement aller hat sich ausgezahlt, wie die Vorsitzende Hilke Herzberg für die wegen Erkältung verhinderte Museumsleiterin Sabine Graetke anhand der Besucherzahlen mitteilen konnte. Von 4878 im Jahr 2016 kletterte die Anzahl auf 7005. Rechnet man Veranstaltungen und Trauungen hinzu, stieg die Zahl auf insgesamt 8238.

Das schlug sich auch im Kassenbericht von Ove Ohls nieder. Aufwendungen und Erträge in Höhe von mehr als 50.000 Euro für die Bewirtschaftung weisen über 10.800 Euro Vermögensmehrung aus. „Das kann sich sehen lassen“, betonte er. Das aber liegt auch an der breiten Unterstützung von außen, wie die Vorsitzende in ihrem Dank unter anderem an Gemeinde, Tourismus-Zentrale und auch Hotels betonte. Diese sponserten beispielsweise die Unterbringung von Vortragenden. Die Zusammenarbeit am Ort sei „sehr, sehr gut“. Sie warb für weitere ehrenamtliche Mitarbeit. Hinsichtlich der Satzung komme man beim Amtsgericht voran. Das ziehe sich allerdings noch etwas hin, sagte Claus Heitmann.

Zuvor in der Eröffnung hatte sich Hilke Herzberg allerdings erst einmal Luft machen müssen: „Hartli willkamen bi uns hier in’t Museum in unse Loo. Ik maak dat mal op Plattdüütsch as Gegenpol to dat uns optwungen Friesisch. Wi sind keen Friesen, wat ok immer dat Land, de Kreis oder Herrr Steensen meent. Düsse niee Verkehrsschiller mit Namen gaht mi bannig gegenan. De hett dat hier op Eiderstedt so ni nich geeven. Dormit warrt in Nordfreesland dat Tosamenholtsgeföhl ni verbetert. Op Eiderstedt wurr – un warrt ok hüüt noch – Platt snackt.“ Dafür gab es Applaus.

Amtsvorsteher Christian Marwig betonte den Wert des Museums als kulturelle Einrichtung für Einheimische, Zweitwohnungsbesitzer und Urlauber. Das MLE ermögliche ihnen allen, „die politische und kulturelle Bedeutung unserer Landschaft in Geschichte und Gegenwart zu erfassen und zu achten“. Außer ihm waren anwesend aus St. Peter-Ording der stellvertretende Bürgermeister Richard-Flohrs Richardsen und die Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Kultur, Bildung und Sport, Wiltrud Kraas, aus Garding Stadtvertreterin Anja Wienecke, aus Welt Gemeindevertreterin Ulrike Lang, aus Grothusenkoog Bürgermeister Klaus Ibs, für den Heimatbund Hans-Georg Hostrup und für den Nordfriesischen Verein Gudrun Fuchs.

Gedacht wurde der verstorbenen Mitglieder des vergangenen Jahres. Unter ihnen waren Hans-Alwin Ketels, Marianne Wirth und Günther Leupold. Sie haben die Arbeit des Museums nicht nur besonders gefördert, sondern auch wie Marianne Wirth – viele Jahre ehrenamtlich tätig im Empfang – unterstützt.

Das Museum Landschaft Eiderstedt in St. Peter-Ording lädt vom 1. bis zum 28. Februar alle Multiplikatoren wie Vermieter von Ferienunterkünften, Hoteliers, Gastronomen, Gästeführer sowie Lehrkräfte und Erzieher inklusive ihrer Familien zu einem kostenfreien Besuch im historischen Gebäude in St. Peter-Dorf ein. Das Museum vermittelt die Regionalgeschichte Eiderstedts vom Beginn des 8. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Die interaktive Ausstellung „Vom Armenhaus zum Badeparadies“ informiert über die Entwicklung der Seebäder St. Peter und Ording. Weitere Info unter www.museum-landschaft-eiderstedt.de.

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