Wer spendet für Schädel-Rekonstruktion? : Museum macht sich einen Kopf

Rechtsmedizinerin Dr. Constanze Niess gibt dem Schädel ein Gesicht.
Rechtsmedizinerin Dr. Constanze Niess gibt dem Schädel ein Gesicht.

2000 der benötigten 6000 Euro hat das Nordsee-Museum in Husum schon zusammen. Damit soll ein Schädel rekonstruiert werden – Relikt aus der untergegangenen Siedlung Rungholt.

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02. Februar 2016, 11:45 Uhr

Er hat etwas Unheimliches und Rätselhaftes an sich, der Schädel eines Rungholters. Die Frankfurter Rechtsmedizinerin Dr. Constanze Niess will dem Relikt aus der 1362 versunkenen Siedlung wieder ein Gesicht geben. Diese Weichteil-Rekonstruktion ist Baustein der Rungholt-Sonderausstellung, die im Husumer Nordsee-Museum gezeigt werden soll. Doch das Projekt ist kostspielig – 6000 Euro werden dafür benötigt. Deshalb hat das Museum eine Spendenaktion gestartet. „2000 Euro von 16 Spendern sind bislang zusammengekommen“, berichtet Tanja Brümmer, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Nordsee-Museums. „Wir sind begeistert und würden uns natürlich freuen, wenn es noch mehr wird.“

Unterdessen laufen die Ausstellungs-Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Friede-Springer-Stiftung hat nun 25.000 Euro für DNA-Untersuchungen genehmigt. „Vor ein paar Tagen habe ich den Schädel ins DNA-Labor nach Kiel gebracht. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 85 Prozent können dort Haar- und Augenfarbe unseres Rungholters festgestellt werden“, erklärt Brümmer. Spenden können auf folgendes Konto überwiesen werden: Nord-Ostsee-Sparkasse; IBAN: DE33217500000000013789; BIC: NOLADE21NOS; Verwendungszweck: Das Gesicht von Rungholt.

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