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Für Nordfriesland und Dithmarschen : Multitalent in Sachen Küstenschutz

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Jetzt hat auch Schleswig-Holstein seine Allzweckwaffe: Der in Husum sitzende Landesbetrieb für den Nationalpark und Meeresschutz nimmt einen vom Havariekommando angeschafften Super-Lkw in Besitz.

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2016 | 07:00 Uhr

Ab sofort verfügt der in Husum ansässige Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) über einen Vielzweck-Lkw. Der Tatra Phoenix 8  x  8 kann Boote zu Wasser lassen und Ölsperren an Land ziehen. Beladen mit Ölbekämpfungs-Gerätschaften oder Containern voller Schutzausrüstungen, mit Baggern oder anderem Küstenschutzmaterial, kann er sich in schwierigstem Gelände bewegen. Er ist Seilwinde, Kran und Zivilschutzfahrzeug. Der vom Havariekommando beschaffte Tatra ist von nun an im LKN-Bauhof im Meldorfer Hafen stationiert, wo er jetzt auch übergeben wurde.

„Er ist unser größtes Multitalent“, sagt Peter Mause, Fachbereichsleiter Schadstoffunfallbekämpfung im LKN, schmunzelnd. „Wir können Öl oder andere Schadstoffe in unseren Küstengewässern noch besser bekämpfen, weil wir schweres Gerät nun in unwegsames Gelände bringen können.“ Christian Eilers vom Havariekommando erklärte bei der Übergabe in Dithmarschen: „Nach Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern geht heute in Schleswig-Holstein der dritte vom Havariekommando beschaffte Tatra in Betrieb.“

Der 24 Tonnen schwere und 510 PS (375 Kilowatt) starke Lkw ist mit einem 8 x 8 Allradantrieb, einer Einzelradaufhängung und Reifendruckregelanlage dafür ausgelegt, abseits befestigter Straßen bis zu 20 Tonnen Nutzlast zu transportieren. Mit seinem Ladekran lassen sich die großen Skimmer für die Ölbekämpfung bis zu 16 Meter weit ausbringen. Unmittelbar am Fahrzeug hebt er die rund sieben Tonnen schweren Ölsperrensysteme von der Ladefläche. Mit der Seilwinde unterstützt er das Ausbringen von Ölsperren. Ausstattungen wie der BOS-Digitalfunk machen den Tatra zu einem universell einsetzbaren Zivilschutzfahrzeug, zum Beispiel in der Deichverteidigung im Hochwasser- und Küstenschutz.

Die Fahrer des LKN erwartet in den kommenden Wochen ein Ausbildungsprogramm, das sie auf das Fahren im Gelände und das Bedienen des Ladekrans auf unbefestigten Flächen vorbereitet. Um das Fahrzeug optimal zu nutzen, soll es im Alltagsgeschäft des LKN auch im Küstenschutz eingesetzt werden. Die Behörde profitiert so doppelt – und für den Ernstfall sind alle Beteiligten mit dem Umgang des Gerätes vertraut.

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